MELISSAS SICHT Am nächsten Morgen redete ich mir ein, dass alles, was passiert war, nur eine Erinnerung war. Dass Joems Stimme, seine Berührung, die Hitze zwischen uns, nichts weiter als ein Nebenprodukt des Vollmonds gewesen war. Doch als ich ihn am anderen Ende des Trainingsplatzes sah, kippte die Welt erneut leicht aus dem Gleichgewicht. Er sprach mit einem der Ausbilder, sein Rücken gerade, sein Gesichtsausdruck undurchdringlich. Aber als sein Blick nur für den Bruchteil einer Sekunde zu mir glitt, schoss ein scharfer Stich durch meinen Körper, und ich wandte schnell den Blick ab. Die Drills vergingen wie im Nebel. Mein Körper bewegte sich aus Gewohnheit, aber mein Geist war gefangen im Echo seiner Worte: Weil du es wert bist, beschützt zu werden. Dieses Wort nagte an mir härter

