Kapitel 16

1759 Words
ALISAS SICHT Das Penthouse roch nach uns – Zeder, Regen und dem leichten süßen Duft von frischem s*x, der noch an meiner Haut haftete. Ich lag an Kaels Brust gekuschelt, sein Arm ein schwerer, besitzergreifender Band um meine Taille, der frische Biss an meiner Schulter pulsierte im Takt der Bindung. Goldene Fäden pulsierten zwischen uns, warm und lebendig, jeder Herzschlag zog uns näher, als würde das Universum selbst sich weigern, uns auseinanderdriften zu lassen. Mein Handy vibrierte auf dem Nachttisch. Ich ignorierte es. Die Welt konnte warten. Zum ersten Mal durfte ich das wollen. Kaels Lippen streiften meine Schläfe. „Du lächelst wieder im Schlaf.“ „Ich denke daran, wie ich dich fast verloren hätte, bevor ich dich überhaupt hatte“, flüsterte ich und fuhr mit einer Fingerspitze über die Narbe an seinem Kiefer. „Und wie du dich trotzdem für mich entschieden hast.“ Seine dunklen Augen öffneten sich, Bernstein flackerte auf. „Ich habe vierunddreißig Jahre auf meine Gefährtin gewartet. Fünf Jahre in einem Käfig konnten das nicht ändern.“ Er rollte uns, sodass ich ihn ritt, die Laken sammelten sich an unseren Hüften. Sein Schwanz war bereits halbhart unter mir, der Knoten an seiner Basis zuckte bei jeder Bewegung meiner Hüften. „Sag mir, was du jetzt brauchst, kleine Wölfin.“ Mein Kern spannte sich. Die Bindung sang, heiß und drängend. „Dich. In mir. Nochmal. Diesmal langsam. Ich will jeden Zentimeter spüren, während ich dich ansehe.“ Er stöhnte, seine Hände griffen meinen Hintern und führten mich hinunter. Ich sank in einem glatten Zug auf ihn, nahm ihn bis zum Anschlag. Die Dehnung brannte perfekt. Ich stöhnte, den Kopf zurückgeworfen, die Bissmarke an meiner Schulter fing das Morgenlicht ein. „Scheiße, Alisa“, krächzte er, die Augen in meine gerichtet. „Du bist so eng. Immer noch geschwollen von letzter Nacht. Immer noch mein.“ Ich rollte meine Hüften, langsam und bewusst, ließ ihn jedes Flattern meiner Wände spüren. Seine Hände glitten meine Seiten hinauf, die Daumen streiften die Unterseiten meiner Brüste. Ich stützte die Handflächen auf seine Brust und ritt ihn mit langen, tiefen Stößen, die seinen Knoten bei jedem Aufwärtsschub an meinem Eingang entlangzogen. Die Bindung flammte weißglühend auf. Ich spürte sein Vergnügen als mein eigenes – seine Alpha-Zufriedenheit darüber, wie perfekt ich ihn aufnahm, wie nass ich nur vom Gewicht seiner Gegenwart in mir wurde. Meine innere Wölfin heulte vor Entzücken und drückte gegen meine Rippen, als wollte sie herausklettern und ihn genau dort markieren. „Kael“, keuchte ich und wurde schneller. „Ich bin schon nah. So nah.“ Er setzte sich auf, schlang die Arme um mich und saugte eine Brustwarze in den Mund. Die nasse Hitze seiner Zunge, das Kratzen seiner Zähne, der gleichmäßige Stoß seiner Hüften – alles kam zusammen. Mein Orgasmus brach in einer zerschmetternden Welle über mich herein. Ich schrie auf, die Nägel gruben sich in seine Schultern, während meine Wände um ihn flatterten und sich zusammenzogen. Er folgte sofort, vergrub sich tief und knotete mich mit einem tiefen, besitzergreifenden Knurren. Heiße Pulse fluteten mich, während seine Zähne über die Markierung strichen, die er vor Wochen hinterlassen hatte – nicht beißend, nur kostend, nur erinnernd. Wir blieben so versperrt, zitternd, atmeten einander ein. Seine Hand strich in langsamen Kreisen über meinen Rücken und soothe die Nachbeben. „Meine perfekte Frau“, murmelte er gegen meinen Hals. „Meine wilde, wunderschöne Gefährtin.“ Ich lächelte und drückte meine Stirn an seine. „Ehemann.“ Das Wort fühlte sich immer noch neu an, gefährlich und meins. Wir bewegten uns lange Minuten nicht. Als der Knoten schließlich nachließ, hob er mich behutsam von sich, behielt mich aber auf seinem Schoß, beide noch durch die Bindung verbunden. Sein Handy lag jetzt zwischen uns, der Bildschirm leuchtete mit Benachrichtigungen auf. Blackwood. Viktor. Jeff. Ich griff ohne Zögern danach. **Blackwood: Der Mediensturm baut sich bereits auf. Jeffs Familie panikt. Viktor bietet einen privaten Deal an – lasst das Restaurant fallen, entschuldigt euch öffentlich, und sie ziehen alle Drohungen zurück. Sie wollen, dass du verschwindest.** Mein Magen zog sich zusammen, aber nicht vor Angst. Vor Entschlossenheit. Ich zeigte Kael die Nachricht. Sein Kiefer spannte sich. „Lass ihn es versuchen. Wir haben bereits die Beweise. Ich reiche jetzt sofort eine Gegenerklärung ein.“ Ich nickte, glitt von seinem Schoß, blieb aber nah. „Ich will es sehen. Ich will, dass die Welt sieht, wie ein Paar von Schicksalsgefährten Freiheit über Angst wählt.“ Kaels Augen verdunkelten sich mit neuer Hitze. „Du willst zusehen, wie ich für dich kämpfe?“ Ich kroch zurück auf seinen Schoß, ritt ihn erneut und ließ ihn spüren, wie nass ich immer noch war. „Ich will an deiner Seite kämpfen. Vor der Kamera. In der Öffentlichkeit. Lass alle sehen, was passiert, wenn eine Omega aufhört, jemandes Eigentum zu sein.“ Er fluchte leise, dann küsste er mich langsam und tief, die Hände glitten unter meinen Hintern und zogen mich näher. Die Bindung sang so laut, dass ich sie in meiner Klitoris spürte. „Du wirst mich für alle anderen ruinieren.“ „Gut“, flüsterte ich gegen seine Lippen. „Denn ich will nur einen Mann auf dieser Welt. Und der ist bereits in mir.“ Er knurrte, rollte uns, sodass ich unter ihm auf den Laken lag. Diesmal nahm er sich Zeit – küsste jeden Zentimeter Haut, leckte über die Markierung, bis ich zitterte, dann glitt er mit einem langen, langsamen Stoß wieder in mich. Keine Eile. Nur tiefe, rollende Stöße, die das Bett knarren ließen und die Bindung heller leuchten. Ich schlang die Beine um ihn, die Fersen gruben sich in seinen Rücken, und begegnete jedem Stoß. „Härter“, flehte ich. „Zeig mir, dass du mein bist.“ Er kam dem nach. Der Rhythmus wurde strafend, perfekt. Mein zweiter Orgasmus baute sich schnell und heftig auf. Ich kam mit seinem Namen auf den Lippen, die Wände klemmt en sich um ihn. Er folgte, der Knoten versperrte uns erneut und flutete mich, bis ich mich in jeder Zelle beansprucht fühlte. Danach lagen wir verflochten, die Stirnen aneinandergepresst, atmeten schwer. Blackwoods nächste Nachricht kam. **Jeffs Mutter dreht durch. Sie bieten eine öffentliche Entschuldigung von Jeff an, wenn wir alles fallen lassen. Viktor leakt bereits Fotos von euren alten Kämpfen an die Boulevardpresse.** Kaels Hand spannte sich an meiner Hüfte. „Lass sie leaken. Wir leaken zurück – die Speisekarte deines Restaurants, mein Elternhaus, alles. Die Stadt wird entscheiden, wer das wahre Monster ist.“ Ich küsste ihn erneut, langsam und süß. „Mein rücksichtsloser Alpha. Mein Ehemann.“ Er lächelte gegen meinen Mund. „Meine perfekte Omega, die gerade meine Frau geworden ist.“ Wir verbrachten den Rest des Morgens damit, uns in jedem Raum zu lieben – wieder auf der Kücheninsel, an der Duschwand, auf dem Wohnzimmersofa –, bis die Bindung sich anfühlte, als würde sie durch beide unsere Häute brennen. Jeder Orgasmus hinterließ uns weicher, tiefer, sicherer. Gegen Mittag waren wir angezogen und im Büro, Blackwood wartete mit einem neuen Laptop und einer sicheren Serverleitung. „Der Livestream ist bereit“, sagte er. „Ihr beide seid vor der Kamera. Volle Erklärung. Keine Filter. Der gesamte Rudelrat schaut zu.“ Ich setzte mich neben Kael, seine Hand lag die ganze Zeit auf meinem Oberschenkel. Die Bindung summte, stetig und stark. Ich sah direkt in die Kamera, als Blackwood aufnehmen drückte. „Mein Name ist Alisa Moretti“, sagte ich, die Stimme klar und ruhig. „Vor fünf Jahren wurde ich in eine Ehe verkauft, die nie real war. Mein Ehemann benutzte mich als Tarnung für sein wahres Ich. Er hat mich öffentlich betrogen, emotional im Stich gelassen und mich wie Eigentum behandelt. Meine eigene Mutter hat den Ruf der Familie über mein Glück gestellt. Gestern habe ich mit meinem Schicksalsgefährten – meinem Ehemann – an meiner Seite dem Rudel die Stirn geboten, das mich zum Schweigen bringen wollte. Heute stehe ich für jede Omega, der jemals gesagt wurde, sie hätte keine Wahl.“ Ich wandte mich an Kael. Er drückte meine Hand, die Augen wild und stolz. „Ich habe meinen Gefährten gefunden“, fuhr ich fort. „Einen Mann, der die Welt niederbrennen würde, um mich zu schützen. Einen Mann, der mich als seinesgleichen sieht, als Partnerin, als Frau. Die Bindung besitzt mich nicht – sie vervollständigt mich. Ich renne nicht mehr. Ich bin frei.“ Der Raum brach in Applaus und Rufe aus. Kael beugte sich vor, küsste mich langsam und tief, während der Livestream weiterlief. „Ich bin Kael Draven“, sagte er in die Kamera, die Stimme tief und befehlend. „Alisa ist kein Eigentum. Sie ist der Grund, warum ich aufgehört habe zu töten, um zu überleben, und angefangen habe, für Gerechtigkeit zu kämpfen. Sie ist meine Frau. Meine Gefährtin. Mein Zuhause.“ Die Kommentare explodierten auf jedem Bildschirm. Jeffs Gesicht erschien innerhalb von Minuten in jedem Nachrichtenticker – wütend, blass, rasend. Viktors altes Rudel war bereits im Chaos, einige Wölfe wechselten die Seiten. Meine Mutter rief an. Ich nahm den Anruf auf Lautsprecher an. „Alisa, das ist Wahnsinn“, flüsterte sie. „Die Hochzeit deiner Schwester ist ruiniert. Der Familienname—“ „Mein Name ist mein eigener“, schnitt ich ihr das Wort ab, die Stimme ruhig, aber eisern fest. „Du hast den Stolz gewählt. Ich habe mich selbst gewählt. Und ich habe ihn gewählt. Viel Glück mit euren Allianzen.“ Die Leitung war tot. Kael zog mich direkt dort im Büro auf seinen Schoß, der Knoten schwoll schon wieder an, weil mein Duft ihn verrückt machte. „Du hast es geschafft“, knurrte er gegen meinen Hals, die Fangzähne streiften den Biss. „Meine Frau. Meine Königin.“ Ich wiegte mich gegen ihn, rieb mich an dem harten Schaft, der in seiner Hose gefangen war. „Dann fick mich nochmal. Genau hier. Lass die ganze Stadt hören, wie wir unsere Freiheit feiern.“ Er zögerte nicht. Er drehte mich, beugte mich über den Schreibtisch und nahm mich von hinten – tiefe, strafende Stöße, die die Papiere fliegen ließen. Die Bindung sang so laut, dass ich sie in meiner Klitoris spürte. Als ich mit seinem Namen schreiend kam, folgte er, der Knoten versperrte uns, während er meinen Titel brüllte. „Meine Frau. Meine Gefährtin. Mein Alles.“ Wir blieben versperrt, atmeten schwer, während die Stadt zusah und die Bindung heller leuchtete als je zuvor. Das alte Rudel zerbrach. Jeff verlor alles. Und ich war endlich, wirklich, zu Hause.
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