Kapitel 29

1117 Words
ALISAS SICHT Das Penthouse war in das weiche goldene Licht einer Stadt getaucht, die endlich gelernt hatte zu schlafen. Ich lag an Kaels Brust gekauert auf dem breiten Bett, die Bindung zwischen uns summte wie ein lebendiger Herzschlag – goldene Fäden, die warm und endlos pulsierten, jeder langsame Atemzug fütterte meine Wölfin mit seinem Duft und jeder Ausatmen schickte Trost direkt zurück zu ihm. Sein Arm lag als schweres, besitzergreifendes Gewicht über meiner Taille, eine große Hand ausgebreitet über dem frischen Verband an meinem Arm, wo Viktors Klauen mich aufgerissen hatten. Der Knoten an seiner Basis war noch halb geschwollen, tief in mir nestelte er, warm und perfekt, jeder langsame Atemzug von ihm ließ die Bindung mit ruhigen, zufriedenen Impulsen vibrieren. „Du lächelst wieder im Schlaf“, murmelte er, die Stimme rau und schläfrig, die Lippen strichen über die Anspruchsmarke an meiner Schulter. Seine Zähne streiften die Stelle gerade so, dass ein Schauer meinen Rücken hinunterlief, aber er biss nicht – er drängte nie, fragte immer, ließ mich immer wählen. Ich hob den Kopf, strich mit einer Fingerspitze über die Narbe an seinem Kiefer. „Ich lächle nicht im Schlaf“, flüsterte ich. „Ich erinnere mich daran, wie ich dich fast verloren hätte. Und wie du mich trotzdem gewählt hast.“ Meine Stimme brach beim letzten Wort. „Ich warte immer darauf, dass der nächste Schuh fällt, Kael. Der Packrat, Viktor, meine Mutter, alles. Und jedes Mal, wenn ich die Augen schließe, habe ich Angst, aufzuwachen und es war alles nur ein Traum.“ Seine dunklen Augen öffneten sich vollständig, Bernstein flackerte im gedämpften Licht auf. Er rollte uns langsam um, hielt mich dabei auf seinem Schwanz gespießt, sodass der Knoten bei jedem Atemzug gegen mich drückte. Die Bindung flammte heiß und elektrisch zwischen uns auf – Lust und Liebe und etwas Tieferes, etwas, das sich nach Zuhause anfühlte. Seine Stirn ruhte an meiner. „Traum oder nicht“, knurrte er leise, die Stimme kiesrau vor Emotion, „ich bin immer noch hier. Immer noch deins. Wähle dich immer noch jeden einzelnen Tag.“ Eine Hand glitt hoch und umfasste meine Wange, der Daumen strich über meine Unterlippe. „Berühr mich, kleine Wölfin. Lass mich dir zeigen, wie sehr ich dich liebe, während die Welt endlich ruhig ist.“ Ich stöhnte, rollte meine Hüften langsam und tief, ließ ihn mich vollständig ausfüllen. Die Dehnung brannte perfekt, der Knoten hakte bei jedem Aufwärtsschub und schwoll wieder an. Ich stützte die Handflächen auf seiner Brust ab und ritt ihn mit langen, bewussten Stößen, die ihn an jeder empfindlichen Stelle in mir entlangzogen. Die Bindung sang so laut, dass ich sie in meiner Klitoris spürte – seine Alpha-Zufriedenheit darüber, wie perfekt ich ihn aufnahm, seine tiefe, unerschütterliche Liebe zu der Frau, die an seiner Seite gekämpft hatte. „Härter“, keuchte ich, die Schenkel zitterten. „Zeig mir, dass du immer noch mein bist. Dass wir immer noch wir sind.“ Er knurrte, die Fangzähne streiften meine Schulter – nur eine Warnung, nur ein Kosten – aber er versenkte sie nicht. Stattdessen drehte er uns um, legte mich unter sich, der Knoten verriegelte uns mit einem weichen, feuchten Plopp, als er bis zum Anschlag eindrang. Seine Hüften stießen vor, tief und unnachgiebig, das Kopfende flüsterte im Takt mit uns gegen die Wand. Jeder Stoß schickte Funken direkt in die Bindung – Lust so scharf, dass meine Sicht weiß wurde, Liebe so heftig, dass sie mir den Atem raubte. Ich schlang die Beine fester um ihn, die Fersen gruben sich in seinen Rücken, und begegnete jedem Stoß mit verzweifelten Hüftbewegungen. „Ich liebe dich“, rief ich, die Nägel kratzten über seine vernarbten Schultern. „Nicht nur die Bindung. Nicht den Ring. Dich. Jeden Teil von dir – den Mann, der mich schützt, mit mir kämpft, mich liebt, als wäre ich seine ganze Welt.“ Sein Knurren war pure Alpha-Zufriedenheit. Er beugte sich hinunter, sog eine Brustwarze in den Mund, während sein Daumen enge, gnadenlose Kreise um meine Klitoris zog. Die Bindung explodierte zwischen uns – mein Orgasmus krachte wie ein Blitz durch mich, die Wände klammerten sich um seinen Knoten, während ich mit seinem Namen auf den Lippen zerbrach. Er folgte sofort, überflutete mich mit heißen Impulsen, brüllte meinen Namen in meinen Hals, während die goldenen Fäden heller leuchteten als die Stadtlichter draußen. Wir blieben so verriegelt, zitternd, atmeten uns gegenseitig ein. Seine Stirn drückte gegen meine. Seine Arme umschlangen mich so fest, dass ich seinen Herzschlag in jedem Teil meines Körpers spüren konnte. „Frau“, flüsterte er, die Stimme zerbrochen vor Emotion und Liebe, die Lippen strichen über die Anspruchsmarke an meiner Schulter. „Meine perfekte, wunderschöne, unzerbrechliche Frau. Die Frau, die mich gewählt hat, als die Welt versuchte, uns zu zerbrechen. Die Frau, die für mich kämpft, wenn ich blute. Die Frau, neben der ich für den Rest meines Lebens aufwachen will.“ Tränen liefen meine Wangen hinunter – glücklich, erleichtert, überwältigt. Ich küsste ihn langsam und tief, schmeckte Salz und für immer. „Gefährte“, korrigierte ich, lächelte durch die Nachbeben und drückte einen Kuss auf den frischen Biss, den er früher hinterlassen hatte. „Mein rücksichtsloser, Liebe-meines-Lebens-Gefährte. Der Mann, der mich sicher genug fühlen lässt, stark zu sein.“ Er rollte uns so, dass ich über seiner Brust lag, immer noch aufgespießt, der Knoten langsam schrumpfte, aber seine Arme lockerten sich nie. Seine Finger zeichneten müßige Kreise über meinen Verband, dann tiefer, strichen über die Kurve meiner Hüfte, als würde er jeden Zentimeter auswendig lernen, den er morgen schützen würde. „Morgen“, murmelte er, die Lippen strichen durch mein Haar, „wird der Packrat den Livestream der Restaurant-Eröffnung sehen. Sie werden uns sehen. Zusammen. Kein Verstecken. Keine Angst.“ Seine Hand glitt zwischen uns, der Daumen strich in langsamen, beruhigenden Kreisen über meine Klitoris und hielt die Bindung warm und stetig. „Aber heute Nacht… will ich dich nur halten. Bis sich die Bindung anfühlt, als atme sie für uns beide.“ Ich kuschelte mich enger an ihn, ließ seinen Duft mich wie den sichersten Käfig der Welt umschließen. Die Bindung sang weich und ewig – meine Liebe zu ihm, seine Liebe zu mir, die chaotische, schöne, unzerbrechliche Art von Familie, die wir aufbauten. Draußen zwinkerten die Stadtlichter weiter. Drinnen, ineinander verschränkt, spürte ich es endlich. Den Frieden, auf den ich mein ganzes Leben zugerannt war. Nicht nur Freiheit oder die Bindung. Sondern *uns*. Für immer. Und egal, wie viele Schatten das alte Pack morgen auf uns werfen würde – rechtlich, persönlich oder sonst wie – wir würden ihnen gemeinsam begegnen. Denn ich war nicht allein. Ich war geliebt, gewählt und endlich, *zu Hause*.
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