Kapitel Eins
AliceDer heutige Tag versprach, scheiße zu werden.
Ehrlich gesagt waren alle Tage scheiße, seit Alice campen gegangen und anschließend von Außerirdischen entführt worden war. Auf dem Scheiß-o-Meter war auch heute nichts Auffälliges zu erkennen. Alles war beim Alten: Sie würde auf einem hübsch verzierten Kissen auf dem Boden sitzen und ein Halsband tragen, an dem eine Leine befestigt war.
Es hatte bestimmte, unerwartete Ereignisse gegeben, auf die Alice mental vorbereitet gewesen war. In Treibsand versinken? Sie hatte einen Plan. Eine Nachricht an ihr jüngeres Ich senden, um die Zukunft zu retten? Sie hatte bereits ein Passwort gewählt. Zombies? Auf den Kopf zielen und das Gehirn zerstören.
Beim Campen von Außerirdische entführt werden? Das war schwieriger. Es war ironisch, denn in Filmen passierte das immer wieder. Okay, vielleicht nur in einem Film, aber dieser eine hatte sie beeindruckt.
Dass sie überhaupt campen gegangen war, war bescheuert. Ja. Sie war kein Fan von Zelten, auch wenn das mehr mit der Entführung durch Außerirdische zu tun hatte, als mit dem mühseligen Aufbau des Zeltes.
Um es kurz zu machen, war da ein helles Licht gewesen. Sie war davongeschwebt, hatte kleine grüne – oder graue? – Männer gesehen, und dann war sie hier aufgewacht.
Nun, nicht unbedingt hier. Sie vermutete, dass es ein so etwas wie ein Lagerhaus gewesen war. Das Gebäude hatte diesen kalten, industriellen Look mit Betonböden und grellem Licht gehabt.
Irgendetwas hatte ihre Sinne vernebelt und sie träge und langsam gemacht. Sie hatte etwas Wichtiges vergessen, aber es war ihr immer wieder entglitten, als wäre es Wasser, das man versuchte, in den Händen zu halten.
Leute – Außerirdische? – hatten mit ihr gesprochen. Alice hatte versucht, zu fragen, wo sie war. Sie hatte all die typischen Fragen stellen wollen, zum Beispiel, was zum Teufel hier eigentlich los war, aber ihre Worte hatten keinen Sinn ergeben. Sie hatten ihr etwas injiziert. Natürlich hatte sie versucht, sich zu wehren, aber es war gewesen, als würde sie im Schlamm feststecken.
Er war dort gewesen. Große, rote Schuppen, Reptilienaugen, die sie beobachteten. Sein Name war Randevere, soweit sie das mitbekommen hatte. Jemand hatte sie hinter dem Ohr gepikst, und auf einmal hatte sie alles verstehen können. Als sie versucht hatte, zu sprechen, hatten sie ihren Kopf getätschelt und sie ein „niedliches, kleines, fluffiges Ding“ genannt.
Sie hatten sie wie ein Kind behandelt. Schlimmer noch, wie ein Haustier. Randeveres niedliches, fluffiges, menschliches Haustier.
Noch ehe sie hatte argumentieren können, dass sie ein Mensch und keine Katze sei, war sie in eine Kiste gesteckt worden. Die folgenden Tage waren verschwommen gewesen. Sie hatte in der Kiste geschlafen. Dann war sie herausgekommen und auf ein Kissen gesetzt worden. Still.
Alice vermutete, dass ihr Essen oder Wasser mit Drogen versetzt worden war, denn ihre Erschöpfung hatte nie wieder nachgelassen.
Heute war es anders. Heute befanden sie sich in einem Zug. In den letzten paar Stunden – wie viele konnte sie nicht sagen, aber es fühlte sich an, wie fünf oder sechs – war der Zug durch ein städtisches Labyrinth in eine hügelige Prärie gerast. Jetzt schlängelten sich die Gleise über einen Bergpass.
Alice beobachtete die Landschaft, und der Nebel in ihrem Kopf lichtete sich langsam. Sie staunte darüber, wie vertraut sich die fremde Landschaft trotz der zwei Sonnen am Himmel anfühlte. Die größere der beiden Sonnen sah aus wie die normale, alte Sonne. Die zweite stand direkt daneben, war klein und strahlte ein bläuliches Licht ab.
Dies war definitiv ein anderer Planet.
Sie war von Außerirdischen umgeben.
Wer hatte ihr ein Halsband angelegt?
Auf einem Kissen sitzen zu müssen und wie ein Haustier behandelt zu werden, war nicht das Schlimmste. Niemand versuchte, sie zu essen oder zu ficken. Randevere ignorierte sie weitgehend, was schön und gut war. Sie hatte Essen und Wasser, auch wenn es mit Drogen versehen war. Kleidung, die sie etwas mehr bedeckte, wäre jedoch schön gewesen.
Der derzeitige Blick auf die schneebedeckten Berge dort draußen deutete darauf hin, dass Alice frieren würde, wenn sie ihr Ziel erreichten. Flauschige, weiße Flocken trieben am Fenster vorbei. Hoffentlich würde jemand begreifen, dass sie Schuhe, Hosen und einen Mantel brauchte.
Alice rieb mit einer Hand über ihren Arm, um ihre nackte Haut zu wärmen.
„Was macht es?“
Ein Ruck an der Leine, die an ihrem Halsband befestigt war, zwang sie dazu, sich zu Randevere umzudrehen.
„Mir ist kalt. Ich brauche Kleidung.“ Nachdem sie sie gechippt hatten, hatten sie ihr ein Stück hauchdünnen Stoff und eine Decke gegeben. Sie hatte den Stoff wie einen Sarong um sich gewickelt, obwohl er kaum etwas verbarg, und sich unter die Decke gekuschelt.
Randevere beobachtete sie. Die vertikalen Pupillen seiner Augen verengten sich, und der Kragen an seinem Hals flatterte. „Sie versucht, zu sprechen. Wie süß.“
„Ich versuche es nicht nur, ich spreche mit dir, du großer, roter Trottel. Gib mir Schuhe.“ Sie zeigte auf ihren Fuß. „Schuhe! Ich brauche Schuhe.“
„Du hast winzige Füße, oh ja, das hast du.“ Er tätschelte ihren Kopf.
„Nein, mir ist kalt! Ich brauche Schuhe und einen Mantel. Ich habe eine Gänsehaut, siehst du?“ Sie hielt ihm ihren Arm vors Gesicht. All die feinen Härchen hatten sich aufgerichtet.
Randevere hatte genug von ihren Eskapaden. Er schob sie weg und zwang sie zurück auf ihr Kissen. „Sei still, oder du kommst zurück in deinen Käfig. Verstanden?“
„Ich habe verstanden, dass du ein Arsch bist.“
Er legte den Kopf schief und beobachtete sie.
„Verstanden“, murmelte sie. Sie rollte sich auf dem Kissen zusammen, zog die Füße unter ihren Körper und sah weiter zu, wie die Welt draußen vorbeizog.
Sie wusste nicht, wohin sie unterwegs waren, aber sie vermutete, dass es nicht ihrer Vorstellung von Spaß entsprechen würde.
Der Zug fuhr in einen Tunnel. Jetzt, da draußen nur noch Schwärze zu sehen war, hatte Alice nichts mehr, was sie von ihrem Elend und Groll ablenken konnte.
Randevere hatte Angestellte, vielleicht Handlanger. Drei Aliens von der gleichen Reptilienart wie er selbst gingen im Waggon ein und aus. Wenn er nicht gerade Befehle erteilte, beschäftigte sich Randevere mit einem tragbaren Gerät, das sie an ein Telefon erinnerte, auch wenn sie bisher keinen ordentlichen Blick auf das Display hatte erhaschen können. Nicht, dass sie irgendetwas auf darauf hätte lesen können.
Uff. Entführungsprobleme.
Vielleicht recherchierte er, wie man sich „um seinen neuen Menschen“ kümmerte. Zumindest wusste sie, dass er wusste, welcher Rasse sie angehörte. Sie hatte jemanden Mensch und Erde sagen hören, also brauchte er nur ihre menschlichen Grundbedürfnisse nachzuschlagen. Das Internet hat sie in diese Situation gebracht, als könnte es ihr jetzt genauso gut helfen, ihr wieder zu entfliehen.
Alice kniete sich auf ihr Kissen. Der Boden des Zuges schwankte.
„Mensch“, sagte sie und klopfte sich gegen die Brust. „Alice.“
„Nicht jetzt“, grummelte Randevere.
„Ich bin ein Mensch von der Erde.“
„Ich sagte, sei still.“
Das Halsband versetzte ihr einen leichten Schlag, kaum mehr als die Entladung statischer Elektrizität an einem kalten Tag. Trotzdem riss Alice die Augen auf, schnappte nach Luft und umklammerte das Halsband.
So ein Arsch.
„Sei ein gutes Haustier und schweig, oder ich muss das Halsband benutzen.“
Alice setzte sich wieder hin, Wut brodelte in ihrem Inneren.
Ich werde ihn bei der ersten Gelegenheit im Schlaf ersticken.
Die Lichter flackerten. Draußen ertönte Geschrei.
Bewaffnete Männer stürmten in den Waggon.
FarisNur die Starken überlebten auf Reazus Prime.
Im Saloon klopften sich die Alteingesessenen gegenseitig auf die Schulter, um sich dazu zu gratulieren, einen weiteren Tag überlebt zu haben. Sie feierten mit lauwarmem Bier, das wie Pisse schmeckte, Schnaps, der besser schmecken würde, wenn es Pisse wäre, und Essen, das so geschmacklos war, dass man sich wünschte, es würde nach Pisse schmecken.
Vertrauen war etwas für Idioten. Vertrauen bescherte einem ein Messer im Rücken. Faris hatte diese Lektion auf die harte Tour gelernt.
Überleben.
Faris wollte mehr als nur überleben. Er hatte aus reinem Trotz auf diesem Höllenloch von einem Planeten überlebt. Er dürstete nach Rache.
Heute würde er das Messer nehmen, das sein ehemaliger Partner in seinem Rücken hinterlassen hatte, und es ihm zurückgeben.
Vor dreiundzwanzig Jahren, was fast sein halbes Leben war, hatte Faris einen Mann getötet. Er war von den Herrschern auf Reazus Prime abgesetzt worden, um hier eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen. Seither hatte er weiter getötet und festgestellt, dass er es kein einziges Mal bereut hatte. Die erste Tötung war notwendig gewesen. Als viertes Kind mit einem viersilbigen Namen musste er die Drecksarbeit der Familie erledigen und den Preis dafür bezahlen.
Seitdem versuchte er, es zu vermeiden, weitere Leben zu nehmen, aber manchmal akzeptierten diese verlogenen Mistkerle kein Nein, und es mussten drastischere Maßnahmen her.
Es gefiel ihm nicht, aber es war der Preis, den man bezahlte, um auf diesem Planeten zu überleben.
Falls das Ziel der Inhaftierung darin bestand, eine Person dazu zu bringen, über ihre Lebensentscheidungen nachzudenken und Buße zu tun, dann war diese Mission erfolgreich gewesen. Faris hatte viele lange, einsame Nächte unter den Sternen zugebracht und nachgedacht, oder sich frierend unter seiner dünnen Decke zusammengekauert. Er hatte jede einzelne verdammte Lebensentscheidung hinterfragt, die ihn an diesen Ort geführt hatte, aber er war nun einmal hier.
Und die Herrscher waren es nicht mehr. Vor zwei Jahrzehnten waren die Ressourcen in den Minen zur Neige gegangen, und sie hatten alles zurückgelassen, einschließlich der Gefangenen.
Nur die Starken überlebten.
Faris bewegte sich etwas. Seine Stiefel versanken im Schnee. Die Kälte sickerte durch seine Handschuhe und seinen Mantel. Das Schweberad rumpelte und surrte zwischen seinen Beinen und wartete darauf, nach vorne zu schießen. Der Schneesturm bot genügend Deckung, also machte er sich keine Sorgen, entdeckt zu werden.
Der Zug schlängelte sich über den Bergpass, ein schwarzer Streifen inmitten des grauen Steins und dem Schnee.
„Jetzt?“ Perrigauls Schweberad schaukelte vorwärts.
„Warte.“ Ihr Timing musste perfekt sein.
„Jetzt“, sagte Perrigaul. Er dürstete genauso nach Rache wie Faris. Randevere hatte an dem Tag, an dem er seine Geschäftspartner verraten und sie dem Tod überlassen hatte, Messer in vielen Rücken hinterlassen.
Faris legte eine Hand auf die Schulter seines Begleiters, um den ungestümen Jungen zurückzuhalten. Faris war fünfundzwanzig gewesen, als er nach Reazus Prime gekommen war, Perrigaul gerade einmal acht.
Acht.
Faris wusste, was er getan hatte, konnte sich aber nicht vorstellen, was für ein Verbrechen ein Kind, beinahe noch frisch aus dem Ei, begangen haben musste, um eine lebenslange Haftstrafe an einem so unwirtlichen Ort zu erhalten. Alleine hätte der Junge keinen Tag überlebt, und Faris misstraute dem Mann, der sich selbst den Beschützer der Kinder nannte. Faris hatte aus einer Laune heraus einen Handel abgeschlossen, um den Jungen zu bekommen, und seither waren sie wie Brüder.
Perrigaul hatte Rand nicht gemocht, als er der Crew beigetreten war, und Faris hätte dieser Tatsache mehr Bedeutung zumessen sollen. Kinder hatte die unheimliche Fähigkeit, Schwierigkeiten zu spüren, was ihre Schwänze bereits mehr als einmal gerettet hatte.
„Komm schon, ich friere mir die Halskrause ab“, maulte Perrigaul.
Faris ignorierte ihn. Perrigaul war schwach, zu schwach für diese Welt, und das war teilweise Faris’ Schuld.
Der Zug glitt rasch der Magnetschwebelinie entlang. Ihr Timing musste perfekt sein. Sie würden nur eine einzige Chance erhalten.
„Jetzt“, sagte Faris.
Er stieß sich ab, und sein Schweberad raste den steilen Abhang hinunter auf die Gleise der Magnetschwebebahn zu. Schnee zog an ihm vorbei und wirbelte durch die Luft.
Die Räder wollten eine Verbindung zu den Gleisen herstellen. Die internen Sensoren wurden zum Andocken nach vorne gezogen, sodass sie mit einer geradezu lächerlichen Geschwindigkeit dahinjagten.
Mit einem Ruck landete sein Rad auf der Strecke. Es raste vorwärts, und der hinterste Waggon des Zuges kam näher. Sie hatten nur einen Moment, um anzudocken, ehe der Zug in den Tunnel einfuhr. Ein Kraftfeld würde alle Nachzügler aussperren, die darauf hofften, per Anhalter mitfahren zu können.
Reazus Prime war ein gefährlicher Ort voller Krimineller und Schurken. Taugenichtse fuhren auf einem Schweberad den Berghang hinunter, nur um einen Zug auszurauben.
Darüber wusste Faris alles.
Das Rad näherte sich dem Zug. Faris fuhr die Kopplungsleine aus. Der Strom zog die Leitung nach unten und erzwang eine Verbindung zwischen seinem Rad und dem Sicherheitssystem des Zuges.
Das Display auf Faris’ Steuerung blinkte. Erfolg.
Er warf einen Blick auf Perrigaul, der sich neben ihm abmühte, seine Kopplungsleine zu verbinden. Er hämmerte auf den Knöpfen herum, und sein Mund schrie Flüche, die vom Wind weggefegt wurden.
Der Tunnel kam näher.
Faris hatte Perrigaul gesagt, dass sein Rad nichts als ein Haufen teurer Schrott sei, eine Menge blitzendes Metall ohne Substanz, aber der Junge hatte nicht hören wollen.
„Jetzt oder nie“, sagte Faris, wohl wissend, dass Perrigaul ihn nicht hören konnte.
Energie knisterte und zischte der Stromleitung entlang.
Der Zug fuhr in den Tunnel ein und tauchte sie in Dunkelheit. Das Kraftfeld schloss sich auf der anderen Seite seines Rads, so nah, dass es ihm beinahe die Schwanzspitze abrasiert hätte.
Die Schweberäder hatten an der Rückseite der Kombüse angedockt.
Jetzt kam der schwierige Teil.
Faris kletterte an Bord, einen Plasmablaster auf den Rücken geschnallt, während ein kleines Arsenal verschiedener Waffen seinen Körper schmückte. Mithilfe einer Eisenstange zwang er die Hintertür auf.
Der Mann, der die Tür bewachte, zuckte überrascht zusammen, schaffte es jedoch nicht, eine Warnung zu rufen. Ein Hieb mit der Eisenstange genügte, um ihn zu Boden zu strecken.
„Wie stillos“, spottete Perrigaul und stieg über den Körper der Wache hinweg.
„Rohe Gewalt ist ein Stil.“
Perrigaul nahm den Blaster aus seinem Holster, und die Waffe erwachte summend zum Leben. „Auf Betäubung einstellen?“
„Ja. Heute lieber keine Leichen.“ Er stieg über den bewusstlosen Mann hinweg. „Der arme Kerl kann nichts dafür, dass er für Randevere arbeitet.“
Randevere hingegen …
Der bloße Gedanke an den Verräter hinterließ einen schlechten Geschmack auf Faris’ Zunge. Falls er die Chance erhielt, Randevere umzulegen, würde er es ohne zu zögern tun.
Sie rückten durch die Waggons vor. Faris betäubte und fesselte die Wachen, noch ehe sie begriffen, was mit ihnen geschah. Die meisten machten keinerlei Schwierigkeiten, aber einige der widerstandsfähigeren Männer mussten länger bewusstlos bleiben.
Rohe Gewalt war ein Stil. Die befehlshabenden Offiziere der imperialen Streitkräfte würden die Bezeichnung wenig schmeichelhaft finden, auch wenn sie zutreffend war.
Perrigaul arbeitete daran, Türen zu entriegeln und Alarme zu deaktivieren.
„Ich bin wirklich enttäuscht von der Sicherheit“, sagte Perrigaul und stieg über einen Mann hinweg, der auf der Seite lag.
„Nur nicht schlampig werden. Es sind noch fünf Waggons“, sagte Faris.
„Wie viele Waggons braucht ein einzelner Mann?“
„Einen für sich selbst, den Rest für sein Ego und sein Gepäck“, sagte Faris trocken.
Perrigaul lachte, und seine Halskrause richtete sich auf. „Die anderen denken, dass du nur mit Grunzen und Messerstichen kommunizierst. Niemand glaubt mir, wenn ich sage, dass du Sinn für Humor hast.“
So war es Faris lieber. Er hatte hart dafür gearbeitet, einen Ruf zu erlangen, der die Leute dazu brachte, ihn verdammt noch mal in Ruhe zu lassen.
Endlich erreichten sie das Luxusabteil ganz vorne im Zug. Die hier aufgestellten Wachen waren nicht kompetenter als die am hinteren Ende des Zuges. Als sie gefesselt waren und keine Bedrohung mehr darstellten, öffnete Faris die letzte Tür.
Er versuchte angestrengt, nicht allzu strategisch darüber nachzudenken, was sie auf der anderen Seite erwarten könnte, wie viele Wachen und Waffen es gab, und wie sie ihre Zielperson isolieren konnten, ohne unnötigen Schaden anzurichten.
Der überraschte Ausdruck auf Randeveres Gesicht war all die Wochen der Planung und all die Bestechungsgelder wert.
Die spärlich bekleidete Menschenfrau, die er an sich riss, um seinen Körper zu schützen, stellte jedoch eine Komplikation dar.