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1153 Words

ALINA Ich starrte die Blondine im Spiegel an und rückte meine Perücke zurecht. Dann zog ich mir die leuchtend blaue Kappe tief ins Gesicht und setzte die Brille mit dem dicken schwarzen Rahmen auf. In meinem sackartigen Blumenkleid war ich selbst für mich kaum wiederzuerkennen. Moritz hatte den Wachen eingebläut, dass ich unter keinen Umständen nach Barcelona durfte. Normalerweise hätte ich ihn mir vorgeknöpft und ihm ordentlich die Meinung gesagt. Aber ich wollte ihn nicht sehen – nicht jetzt, am besten nie wieder. Und ich wollte verdammt sein, wenn ich ihn noch einmal um irgendetwas bitten würde. Schon gar nicht um seine verdammte Erlaubnis. Gestern Abend hatte ich mich in den Schlaf geweint und um den wunderbaren Jungen getrauert, den ich einmal geliebt hatte. Ich verstand selbst nic

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