Ich legte den Brief in dem kleinen Buch auf den braunen Nachtschrank neben dem Bett und...und....
Was wollte ich jetzt machen, im Grunde wollte ich noch über alles nachdenken und versuchen zu verstehen wieso meine Eltern das getan hatten, aber ich war viel zu erschöpft dafür und viel auf dem weichen Federkissen in einen tiefen und ruhigen Schlaf.
Als ich am morgen des 26. August von den warme und hellen Sonnenstrahlen geweckt wurde schrak ich ruckartig hoch und sah mich panisch um. Doch dann kamen dir Erinnerungen von gestern Abend wieder hoch. James, Sirius, James Eltern und alles was passiert war. Ich verdrängte den Gedanken daran und stand glücklich auf, ich zog die blauen Vorhänge auf und noch mehr von der hellen Morgensonne strömte in das Zimmer hinein. Das wanderte mein Blick auf die Uhr über der dunkelbraunen Kommode. Die Zeiger zeigten das es erst kurz nach 9 war, da ich nichts anderes zum anziehen hatte behielt ich das rote Kleid von gestern an und ebenfalls die roten Schuhe mit den Absätzen. Dann begab ich mich ins Bad und wusch die Mascara Reste von gestern ab und blickte einem müdem und völlig erschöpftem jungen Mädchen in die Augen. Dann ging ich zurück in das Hauptzimmer und sah auf den Schminktisch, wo mehrere kleine Schachteln standen und ein kleiner viereckiger Brief lag. Stirnrunzelnd setzte ich mich auf den weichen Hocker und öffnete eine der Schachteln. Zu meinem Entsetze waren in ihr mehrere Make up und Abdeckprodukte. Ich nahm den Zettel in die Hand und las: "Bitte bediene dich wenn du möchtest. Fühl dich wie Zuhause."
Das war alles für mich! Geschockt starrte ich auf die vielen Schachteln, Dosen und Schubladen. Dann öffnete ich die nächsten zwei Schachteln in denen viele verschiedene Farben von Lippenstift drin waren und auch ein paar Mascara und Eyeliner sowohl als auch Kajal Stifte.
Als ich mich für ein paar Produkte entschieden hatte schminkte ich mich fertig und sah dann wieder in den Spiegel. Nun sah ich nicht mehr müde und auch nicht erschöpft aus sondern fröhlich und erholt. Ich hatte meine dunklen Augenringe abgedeckt und wie am Vortag rosa Rouge, Mascara und roten Lippenstift aufgetragen und stand auf. Dann zupfte ich noch etwas an meinem Kleid herum und sah nach meinem Knöchel, er war nur noch leicht rot und gar nicht mehr geschwollen. Also öffnete ich die Tür zum Flur und trat heraus. Ich kam nicht weit als ich mit einem Jungen zusammenstieß, ich dachte erst an James oder Sirius doch sie waren es nicht. Der Junge war noch größer als die anderen beiden. Fast so groß wie Mr. Potter, er hatte aber Haselnussbraune glatte Haare und blau-grüne Augen. Wunderschöne Augen, die in der Sonne glitzerten. Doch sein Gesicht war von hauchdünnen Narben überzogen, doch trotzdem war es wunderschön und sehr weich.
Mein Gesicht nahm die Farbe meines Kleides an und ich stotterte ein: ,,Entschuldigung" in die Richtung des Jungens. Ich sah ihn an und bemerkte das er ebenfalls knallrot angelaufen war, ,,Oh. Ähm...Alles Gut... Hey, ich bin Remus" sagte er schüchtern und kratzte sich am Hinterkopf. Ich reichte ihm verlegen meine Hand und sagte: ,,Hallo ich bin Frida, schön dich kennen zu lernen"
"Wohnst du auch hier?" fragte ich Remus vorsichtig. "Nein, ich bin nur die letzten Tage bevor das neue Schuljahr beginnt hier" antwortete er und lächelte vorsichtig. In meinem Bauch begann es zu kribbeln und ich spürte mein Blut in den Adern pulsieren. Ich atmete schwer und schaute ihn weiter an. James und Sirius sind meine Besten Freunde und wir fahren immer zusammen nach Hogwarts. "Fährst du dieses Jahr auch mit?" fügte er noch hinzu. Ich lies meinen Kopf sinken und Remus, der dies bemerkt hatte entschuldigte sich beschämt: ,,Oh, es tu mir Leid! Ich wollte nicht..." er stockte mitten im Satz und ich hob meinen Kopf wieder und schaute wieder in sein Gesicht. "Nein, alles Gut ich hab nur noch keine Ahnung, weil...weil ich... Naja...erst seit gestern von allem weiß"
"Gestern?" er schaute geschockt. "Und was ist mit deinen Eltern haben sie nicht..?" er brach wieder ab und stockte. "Nein, Nein haben sie nicht. Sie wollten nicht das ich so bin, sie wollten das ich immer ihre achso perfekte kleine Tochter bleiben würde" ich schaute verlegen zurück und wusste da sich zu viel erzählt hatte. Mit einem Sorry drehte ich mich um und ging die schweren Eichentreppen herunter.