„Ich uhm..ich g-geh dann mal wieder ins Bett.",stottert Harry überfordert und steht auf, rennt zurück ins Zimmer und schmeißt sich in Louis' Bett.
Er versucht einzuschlafe bevor Louis zurück kommt, aber der stöhnt leise im Bad Harry's Namen, während er sich einen runterholt, was die Sache echt nicht besser macht.
„Mpfh.",grummelt Harry unzufrieden und reibt sich müde mit den Handrücken über die geschlossenen Augen.
Dabei macht er einen geknautschten Mund und zieht die Beine leicht an. Louis, der im Türrahmen steht, beobachtet leise und unbemerkt die Szene, und ihm wird wieder einmal bewusst, wie sehr er Harry schon verfallen ist. Wie sehr er diesen kleinen, unschuldigen Frosch liebt. Nur das Problem ist – Harry ist viel zu unschuldig. Er weiß gar nicht was Liebe ist.
„Kommst du ins Bett, Loueh?",flüstert Harry leise, als würde er, wenn er lauter sprechen würde, die magische Stimmung zwischen den beiden zerstören würde.
„Natürlich, Baby. Bin schon da.",sagt Louis schnell und schlüpft neben Harry unter die Decke.
Sofort kuschelt Harry sich an Louis' Rücken und schließt zufrieden die Augen. Er ist vollkommen glücklich, wenn er bei Louis ist.
„Willst du mir jetzt erzählen, was in deinem Leben los ist, Hazzie?",fragt Louis sanft und dreht sich so, dass er Harry in die Augen schauen kann.
Verwirrt zieht Harry die Augenbrauen zusammen.
„Das Krankenhaus hat vorhin angerufen. Irgendwas mit Gemma und irgendwas mit letzte Papiere unterschreiben. Was ist denn los Harry? Warum erzählst du mir denn nichts?"
Letzteres sagt er fast schon empört. Und da platzt dem süßen, unschuldigen, ahnungslosen, sensiblen, sanften Harry – der Kragen.
„Du fragst doch nie! Mein Leben interessiert dich gar nicht! Null! Niente! Es geht immernur um dich, dich, dich, Louis, Louis, Louis, dass sie dich ärgern weil du klein bist, dass dein Job so stressig ist, dass Liam und Niall wenig Zeit für dich haben, bla bla bla. Verdammt Louis! Du bist nunmal sehr klein, und wenn dein Job dich nervt, dann such dir nen' neuen! Wenn Liam heute keine Zeit hat, okay gut, dann macht ihr eben morgen was! Verdammt Louis! Mein Leben lang höre ich mir dein Leben an, okay? Aber jetzt reicht es mir echt. Ich kann nicht mit jemandem zusammen sein, der einen Fick auf mich gibt."
Harry zuckt bei dem Schimpfwort nichtmal zusammen.Louis starrt ihn mit offenem Mund schweigend und überrumpelt an und kann nicht glauben, was Harry da gesagt hat.
„Ich schlafe in meinem Bett.",zischt Harry, schnappt sich seine Klamotten vom Boden und schlüpft dann in den Flur.
Leise schließt er die Tür hinter sich. Den Türen knallen – das traut er sich dann auch nicht. Und das macht man auch nicht. Aus Höflichkeit. Und Louis sitzt geschockt in seinem Bett ohne Harry und ohne Wärme und ohne Kuschelbär und merkt zum ersten Mal, wie einsam er ohne Harry eigentlich ist.