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Ein Versprechen, das wir nie einhalten wollten

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Eine Scheinehe. Eine verborgene Nacht. Eine Liebe, die sich nicht einfach halten lässt.Diva Scott ist verzweifelt, ihre Mutter zu retten, also stimmt sie zu, den Milliardär Julius Baron zu heiraten – für Geld, nicht aus Liebe. Sie stellen strenge Regeln auf: keine Gefühle, keine Nähe, keine Geheimnisse.Doch eine Nacht verändert alles.Julius wacht mit Schuldgefühlen auf. Diva wacht mit Fragen auf. Und keiner von beiden ist bereit für die Wahrheit.Während sie vorgeben, das perfekte Paar zu sein, beginnen echte Gefühle zu wachsen. Gerade als alles real wird, reißen Lügen, Eifersucht und Familiendrama sie auseinander. Mit gebrochenem Herzen und ganz allein entdeckt Diva, dass sie ein Geheimnis in sich trägt, das ihr Leben für immer verändern könnte.Dann tritt ein anderer Mann in ihr Leben – freundlich, fürsorglich und alles, was Julius nicht ist.Nun steht Diva zwischen zwei Brüdern, zwei Entscheidungen und einem zerbrechlichen Herzen.Doch wenn die Wahrheit endlich ans Licht kommt, wird die Liebe stark genug sein, um alles zu heilen?Oder werden ihre Lügen alles zerstören, was sie aufgebaut haben?

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Kapitel 1
Divas Perspektive ⠀ Ich stand wie erstarrt in einem schwach beleuchteten Krankenhausflur, meine Augen fest auf das unaufhörlich blinkende rote Licht über dem Operationssaal gerichtet, jedes Aufleuchten hämmerte wie eine grausame Erinnerung in meine Brust, wie nah ich daran war, sie zu verlieren. ⠀ Tränen liefen frei, heiß und ungehemmt, als ich an meine Mutter dachte, die hilflos dort drinnen lag. Meine starke, wunderschöne Mutter, nun reduziert zu einem zerbrechlichen Schatten ihrer selbst. ⠀ Das Gewicht unbezahlter Rechnungen zitterte in meinen Händen, jede einzelne wie ein Dolch in meinen Stolz. Papier stapelte sich hoch und zeigte mir eine Wahrheit, der ich nicht entkommen konnte: Ich war machtlos. Verwundbar. Hilflos. ⠀ Mein Traum, Schauspielerin zu werden, einst mein einziger Ausweg, mein einziges Feuer, verwandelte sich direkt vor meinen Augen in Asche. Mit jeder vergehenden Sekunde glitt er weiter außer Reichweite, erdrückt unter der erdrückenden Last des Überlebens. ⠀ Meine Welt brach zusammen, Stein für Stein, und ich konnte es nicht aufhalten. ⠀ Dann— ⠀ Eine Stimme durchbrach den Nebel meiner Verzweiflung. ⠀ „Diva.“ ⠀ Ich drehte mich abrupt um, mein Herz setzte einen Schlag aus. Der Arzt stand dort, sein Gesicht angespannt, sein Ton kurz und schwer. ⠀ „Kommen Sie in mein Büro“, sagte er und ging ohne einen weiteren Blick davon. Seine Schritte hallten wie ein Urteil. ⠀ Ich wusste genau, was mich hinter dieser Tür erwartete. ⠀ Es ging um die Dialyse meiner Mutter. Ihre Operation. Ihre letzte Chance. ⠀ Die Worte, die ich am meisten fürchtete, brannten sich bereits in meine Brust, noch bevor er sie aussprach: Zahlen Sie das Geld … oder nehmen Sie sie mit nach Hause, um zu sterben. ⠀ Meine Knie gaben nach, und ich lehnte mich zur Unterstützung an die Wand, während ich ein gebrochenes Gebet flüsterte. ⠀ Guter Gott … warum sie? Warum jetzt? ⠀ Ich wusste, wie ungeduldig Dr. Luke sein konnte und wie ein einziger Befehl von ihm das Schicksal meiner Mutter besiegeln konnte—sie näher an ein frühes Grab bringen oder sie vom Abgrund zurückreißen. Allein dieser Gedanke ließ meinen Puls rasen. ⠀ Mein Herz hämmerte, meine Handflächen waren schweißnass, und Tränen drohten mich zu blenden, als ich auf sein Büro zulief. Jeder Schritt fühlte sich an, als würde ich in einen Sturm gehen, dem ich nicht entkommen konnte. ⠀ Am Türrahmen blieb ich stehen. Meine Hände zitterten heftig, doch irgendwie hob ich sie und klopfte. ⠀ „Herein“, kam sein scharfer, knapper Ton—unbeugsam, unerbittlich. ⠀ Ich öffnete die Tür, trat auf wackeligen Beinen ein und ließ mich auf den Stuhl ihm gegenüber sinken. Mein Körper zitterte so stark, dass ich kaum stillsitzen konnte. ⠀ Dr. Lukes kalte Augen fixierten mich, seine Stimme schnitt wie eine Klinge durch die Stille. ⠀ „Haben Sie das Geld für ihre Dialyse dabei?“ ⠀ Mein Herzschlag stockte, einmal, laut, schmerzhaft. ⠀ Scham brannte in meiner Brust. Ich hatte es versucht. Gott weiß, ich hatte es versucht—gearbeitet, geliehen, gebettelt—aber die Summe lag weit über meinen Möglichkeiten. Zu viel für meine schwachen Hände. Am Ende hatte ich nicht einmal ein Zehntel davon aufbringen können. ⠀ Und jetzt, während ich ihn ansah, spürte ich die erdrückende Last des Versagens, die mich niederdrückte und mir die Luft nahm. ⠀ „Bitte … geben Sie mir mehr Zeit“, flüsterte ich und schluckte den schweren Kloß in meinem Hals hinunter. Meine Stimme brach, rau und verzweifelt. ⠀ „Mehr Zeit?“ bellte Dr. Luke, seine Augen verengten sich wie Dolche. ⠀ „Bitte …“ flehte ich erneut, meine Worte zerbrachen wie Glasscherben. ⠀ „Verlassen Sie mein Büro. Jetzt.“ Sein Befehl schnitt mich so abrupt ab, dass ich fast aufhörte zu atmen. ⠀ Ich blinzelte, fassungslos. Meinte er das ernst? Wollte er mir sagen, ich solle meine Mutter nach Hause bringen, damit sie stirbt? ⠀ „Sir, ich—“ ⠀ „Ich habe gesagt, verlassen Sie sofort mein verdammtes Büro!“ Sein donnerndes Brüllen erschütterte mich, ließ mir keine Wahl. Ich sprang vom Stuhl auf, meine Knie schwach, meine Brust schmerzend. ⠀ Ich taumelte zur Tür, jeder Schritt schwer vor Angst. Meine Hand zitterte, als ich den Griff drehte und die Tür öffnete—nur um mit jemandem auf der anderen Seite zusammenzustoßen. ⠀ Ich stolperte zurück, erschrocken, und hob den Blick zu einer großen, imposanten Gestalt in einem schwarzen Anzug. Er war gutaussehend—zu gutaussehend für einen Mann mit einer so einschüchternden Ausstrahlung. Sein Blick war scharf, fast brennend, und ließ mir den Atem stocken. ⠀ „Hey, pass auf“, warnte er, seine Stimme tief und befehlend. ⠀ Aber ich konnte nicht sprechen. Konnte nicht einmal atmen. Meine Angst vor Dr. Lukes Zorn, davor, meine Mutter zu verlieren, übertönte alles andere. Ohne ein Wort schlüpfte ich an ihm vorbei, mein Herz hämmerte in meiner Brust, und eilte den Flur zurück zur Station—zu meiner zerbrechlichen Mutter. ⠀ Jeder Schritt hallte von einem Gedanken wider, der wie ein Fluch in meinem Kopf pochte: Was, wenn Dr. Luke sie holt? Was, wenn er alles beendet? ⠀ Mit Tränen, die über mein Gesicht strömten, trat ich näher an das Bett, auf dem meine Mutter lag, ihre Atemzüge flach und schwach. Meine Brust schmerzte, als ich ihr blasses Gesicht betrachtete—die Frau, die immer meine Stärke gewesen war, lag nun so hilflos vor mir. ⠀ „Nein …“ brachte ich hervor, meine Stimme zitterte vor Trotz. „Ich werde nicht zusehen, wie sie so stirbt. Ich werde es nicht.“ ⠀ Die Erinnerung an die Tragödie des letzten Jahres riss durch mich hindurch—der Tag, an dem ich meinen Vater und meinen Bruder bei diesem schrecklichen Unfall verlor. Ein Tag, den ich niemals vergessen würde. ⠀ Ein Tag, der die Brücke zu meinen Träumen und Ambitionen zerstörte. ⠀ Der Mann, der versprochen hatte, meine Schauspielkarriere zu finanzieren—derjenige, der den Schlüssel zu meiner Zukunft in den Händen hielt—wurde mir von den gnadenlosen Händen des Todes entrissen. ⠀ Die Wunde blutete noch immer in mir, jeder Herzschlag eine Erinnerung an das, was mir genommen wurde. Ich konnte es nicht ertragen, auch sie zu verlieren. Nicht sie. Sie und meine kleine Schwester, Tilda, sind alles, was ich noch in dieser grausamen Welt habe. ⠀ Ich ballte die Fäuste, ein Schwur brannte in meiner Brust. Ich werde alles tun, um sie zu retten. Alles. ⠀ Ich wischte mir die Tränen von den Wangen und drehte mich zum Gehen—nur um wie angewurzelt stehen zu bleiben. ⠀ Eine große, imposante Gestalt stand in der Tür, seine Präsenz erfüllte den Raum wie ein Sturm. ⠀ Mir stockte der Atem. „Oh mein …“ flüsterte ich leise. ⠀ Es war er. Derselbe Mann, mit dem ich vor Dr. Lukes Büro zusammengestoßen war. ⠀ Aber warum … warum war er hier?

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