KAPITEL 56-2

858 Words

Sie lehnte sich an mich, den Kopf auf meiner Schulter ruhend. Diese Berührung gab uns beiden Halt, eine stille Bestätigung, dass wir trotz des Chaos, das über uns schwebte, einander hatten. „Ich will das nicht noch einmal durchmachen“, flüsterte sie, und ich spürte das Zittern in ihrer Stimme. Die Erinnerung an ihre Tortur – an den Verrat ihres Bruders, den Schrecken, die Hilflosigkeit – hing über uns wie eine Gewitterwolke, die jeden Moment zu brechen drohte. „Das wirst du nicht“, murmelte ich und hielt sie fester. „Nicht, wenn ich es verhindern kann. Dafür werde ich sorgen.“ Der Rest des Vormittags verging in einer angespannten, zerbrechlichen Ruhe. Ich hielt den Blick auf den Horizont gerichtet, lauschte auf die Patrouille des Rates und verfolgte Windveränderungen, die mir verraten w

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