Kapitel 9. Ich spüre, wie sich der Druck in mir aufbaut – ein Gefühl, das ich seit den Ereignissen der letzten Wochen nur zu gut kenne. „Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der so denkt“, gestehe ich leise. „Manchmal fühle ich mich, als ob ich in einem Netz gefangen bin, aus dem es kein Entkommen gibt.“ Amira legt ihre Hand auf meine. „Du bist nicht allein. Aber wir müssen jetzt zusammenhalten. Und –“ Sie zögert, ihre Augen blicken mir direkt in die Seele. „Soren, ich glaube, dass jemand absichtlich versucht, uns zu spalten. Jemand, der weiß, dass unsere Schwächen uns angreifbar machen.“ Die Worte treffen mich wie ein Schlag. Ich erinnere mich an unsere gemeinsamen Momente, an das Versprechen, das wir uns gegeben haben. Doch jetzt scheint es, als ob ein unsichtbarer Feind zwischen

