Sie lächelte bei dem Gedanken. Mac zog sie oft damit auf, dass er nur bei ihr eingezogen war, um seine Ruhe zu haben – er müsse nun nie wieder selbst reden, da die einzige Voraussetzung, ihr Mitbewohner zu sein, darin bestand, ununterbrochen ihrem fröhlichen Geplapper zuzuhören. Meistens schlug sie nach ihm, wenn er solche frechen Bemerkungen machte; er provozierte sie gerne, es war zu einem Spiel geworden. Sie traf ihn jedoch nie, und er wich ihr mühelos aus, während er sie aufzog: „Schnecke! Schnecke!“, wobei er ihr auf die Nase tippte oder ihre Haarklammern stibitzte. Selbstgefälliger Kerl. Ihr Herzschlag hatte sich endlich ein kleines bisschen verlangsamt, und Mara lächelte noch immer ein wenig wehmütig in sich hinein, als sie begann, die Treppe hinaufzusteigen.
Es war seltsam, dass die Tür zu ihrer Dachgeschosswohnung einen Spaltbreit offen stand, aber sie nahm an, dass Mac noch einmal kurz zurückgekehrt war, weil er auf dem Weg zur Arbeit etwas vergessen hatte. Er hatte abends einen Zweitjob als Barkeeper, um ein regelmäßiges Einkommen zu haben, und ging normalerweise etwa um die Zeit, wenn sie nach Hause kam. Leider, dachte Mara ironisch bei sich und grinste dann. Okay, vielleicht beeilte sich ein Mädchen manchmal, etwas früher nach Hause zu kommen, in der Hoffnung, ihr lebendiges pornografisches Kunstwerk noch in der Wohnung herumschlendern zu sehen, bevor er ging. Ertappt, verklagt mich doch. Doch als sie die Tür aufstieß, spürte sie plötzlich ein beunruhigendes Kribbeln den Rücken hinablaufen, und ihr Gehirn schaltete abrupt von vagen sexuellen Fantasien auf Alarmbereitschaft. Sie hörte ... nun, sie wusste nicht recht, was es war, eine Art schnüffelndes Grunzen, und da war ein sehr seltsamer, schwacher, beißender Geruch. Es beunruhigte sie, und sie wurde im Flur lautlos langsamer. Das Licht im Wohnzimmer war als einziges an, die halboffene Tür warf einen Lichtblock quer über den Flur, ganz wie in einem Hitchcock-Film.
Deshalb bist du so schreckhaft, redete Mara sich ein; Horrorfilm-Beleuchtungseffekte. Sie trat in den Türrahmen des Wohnzimmers und erstarrte erneut.
Völlig starr, das Herz schlug ihr bis zum Hals und ihre Wangen brannten. Es fühlte sich an, als hätte jemand gleichzeitig Benzin auf das schwelende Feuer in ihr gegossen und ihr so hart in die Magengrube geschlagen, dass ihr sämtliche Luft aus den Lungen gepresst wurde. Mac. Mac lag nackt ausgestreckt vor dem Kamin auf dem Boden, und zwei Mädchen – nein, verdammt noch mal, drei Mädchen – leckten hingebungsvoll über seinen nackten, wild aufgerichteten Schwanz und seine Eier. Sie weideten sich förmlich an ihm, mit diesen wimmernden, grunzenden kleinen Lauten sexueller Wonne, während sie mit völliger, freudiger und lasziver Hingabe an ihm leckten, knabberten, saugten und schmatzten. Und, na ja, verdammt noch mal, kein Wunder. Er war riesig. Prachtvoll. Und er bebte. Und er war absolut, durch und durch wunderschön. Gebadet in weiches Licht und Schweiß, nichts als wunderschöne, glatte Muskeln und makelloser Körper. Zumindest das, was sie an ihnen vorbei erkennen konnte ...
Plötzlich schaltete sich Maras Gehirn wieder ein. Da war außerdem ein Haufen Männer. Der Nächste, der mit dem langen, elegant geschnittenen Mantel und der breitbeinigen, arroganten Haltung, stand mit dem Rücken zu ihr zwischen ihr und Mac. Er verdeckte Macs Brust vor ihrem Blick und sah auf den Mann hinab, der sich auf dem Boden anspannte. Und der Grund, warum Mac so ausgestreckt dalag, war, weil zwei oder drei Männer jede seiner Gliedmaßen an den Boden drückten und ihn festhielten, während die Mädchen langsam, gründlich und voller Freude an seinem pochenden, harten Schwanz saugten und leckten. Oder besser gesagt, die Typen hatten ihre liebe Not, jede seiner Gliedmaßen auf den Boden gedrückt zu halten. Mac bebte nicht nur vor Erregung – das hier war ein Kampf. Und dieser herbe, beißende Geruch ...
Abrupt wirbelte der Elegante herum und heftete seinen unbarmherzigen, wilden Blick zielsicher auf das Mädchen, das wie angewurzelt im Türrahmen stand. Er war furchteinflößend, ein anderes Wort gab es dafür nicht. Maras letzter Atemzug entwich ihr mit einem verzweifelten kleinen Quietschen. Mit aufgerissenen Augen stand sie starr da, als er bedeutungsvoll auf sie zuschritt. Sie hörte ein bösartiges Knurren von dem Rudel auf dem Boden und spürte ein plötzliches Aufbäumen, kurz bevor der Mann sie erreichte. Im nächsten Moment krallte er sich schmerzhaft in ihre Haare, riss ihren Kopf nach hinten und beugte sie mühelos und ohne jede Anstrengung über.
„Ich habe dir gesagt, du sollst nicht nein sagen“, murmelte er leise, und Mara fragte sich durch den Schmerz, die Wut und die Panik hindurch, was zur Hölle er damit meinte. Sie rammte ihm eine Faust entgegen, gleichzeitig spürte sie, wie ein scharfer Gegenstand über ihren Rücken kratzte. Sie stieß einen spitzen Schrei aus, als ihr Mantel, ihr Pullover und ihr Kleid in Sekundenschnelle in Fetzen gerissen wurden, während sie weiter nach hinten in ein rückenbrechendes, qualvolles Hohlkreuz gerissen wurde. Ihre Knöchel prallten gegen eine unnachgiebige Bauchwand unter dem Mantel, und seine schmalen Lippen verzogen sich zu einem spöttischen Grinsen. Sie hörte ein weiteres Knurren vom Boden her, während sie sich völlig nutzlos gegen den schmerzhaften Griff und die Klingen wehrte, die leicht über ihre Haut ritzten. Ihr BH und ihr Slip wurden abgerissen, und plötzlich, nur noch bekleidet mit ihren hohen Stiefeln und Kniestrümpfen, schleuderte der elegante, unbarmherzige Fremde sie quer durch den Raum, sodass sie der Länge nach über Macs Schoß fiel.
Fassungslos und zu zitternder Erstarrung geschockt, nahm Mara nur ein Flimmern von Bewegungen wahr, als das Rudel sich auflöste. Sie sprangen mit einer Geschwindigkeit auf Tür und Fenster zu, die ihre Augen nicht fassen konnten, obwohl sie noch sah, wie einer von ihnen ins Straucheln geriet: Mac hatte dem Gangmitglied aus seiner liegenden Position heraus mit voller Streckung einen phänomenalen Schlag gegen das Bein verpasst, bevor der in Panik geratene Kerl verängstigt und mit unnatürlich baumelndem Bein über die Fensterbank kletterte.
Weg.
In der Stille nach ihrem abrupten Verschwinden richtete sich Maras erstes, zitterndes Bewusstsein auf den großen, harten, pulsierenden Schwanz, der fordernd gegen ihren weichen Bauch pochte. Ihre Muschi war triefend nass, und ihr Herzschlag, der ohnehin schon vor Angst raste, sprang auf eine sprunghafte Erregung einer ganz anderen Art über. Und dann war da die Nähe seines moschusartigen Duftes, der ein Kribbeln durch ihre Adern jagte, die Qual ins Unermessliche steigerte und förmlich danach verlangte, dass sie ihren weichen Bauch einfach gegen diesen harten, stoßenden Muskel rieb. Berauschend, dieser Duft, aber leicht verdorben, vermischt mit diesem Geruch nach Blut. Blut. Ihr Kopf ruckte herum.
Macs Augen waren geschlossen, sein Gesicht verzerrte sich vor Qual, seine Lippen bebten, während sich seine Gesichtszüge wieder und wieder verkrampften. Er knurrte lautlos, spannte sich unablässig an und kämpfte gegen etwas an. Mara stockte der Atem, als ihr Blick auf den Speer fiel – ja, einen Speer –, der ihn durch seinen unteren Brustkorb an den Boden nagelte.