Jason erwiderte die Umarmung und legte anschließend seinen Arm um Annas Schulter, als würde er jeden signalisieren ´Finger weg, sie steht unter meinem Schutz´.
„Mum das ist Anna, Anna, das ist meine Mum, Ariana.“ stellte ich meine beiden Frauen einander vor.
Lächelnd hielt Anna ihre Hand zu Mum hin, um sich vermutlich nochmal persönlich vorzustellen.
„Freut mich sie kennenzulernen Miss Owen.“
Grinsend schaute Anna mich an und biss sich fröhlich auf die Unterlippe. Man, sieht dass heiß aus. Überrascht über meine eigenen Gedanken bleibe ich ruhig.
„Hallo Anna, freut mich ebenfalls mit dir Bekanntschaft zu machen. Es tut mir leid mein Schatz, aber ich muss wieder runter zu Dad. Außerdem wollt ihr ja bestimmt alleine an eurem Projekt arbeiten. Viel Spaß, meine hübschen.“ rief sie gegen Ende hin und verließ dabei die Wohnung.
„Der Owen Tower, hm? Wieso sagst du mir so etwas denn nicht?" fragte ich lächelnd und schaute aus dem Fenster.
„Weil ich dachte, dass du so wie die anderen denkst und mich dann auch so verurteilst. Doch so sieht es ja anscheinend doch nicht aus. Verzeih mir.“
„Wieso sollte ich mich den anderen anschließen? Ich schließe mich ganz bestimmt nicht bei denen verrückten Hühner an. Niemand braucht solche Heuchler. Die interessieren mich kein bisschen.“
„Finde ich gut, das zeigt, dass du nicht wie die anderen bist.". antwortete ich lächelnd und drehte mich um.
„Also... hast du Durst, Hunger, Bock Bettsport zu machen?“ fragte ich Anna grinsend, was sie mit einem Ist-das-dein-Ernst-Blick quittiert.
Dies wiederum brachte mich zum Lachen.
„Nur ein Spaß. Also hast du jetzt Hunger oder Durst?“ wiederholte ich nochmal die Frage, ohne die l**t.
Kurz schüttelte Anna mit den Kopf und lächelte ihn dankbar, für die Frage des Wohlbefinden an.
„Wenn du doch noch etwas willst, sag dann einfach Bescheid.“
„Ja, werde ich machen. Hast du denn schon irgendwelche Ideen, für das Projekt?“ fragte Anna mich interessiert und setze sich mit mir an den Tisch, wo ich alles aufgebaut habe.
„Ja, die hab ich. Ich dachte wir beide machen ein Graffiti Poster. Ich hab alles dafür schon da. Eine Idee wäre, dass wir dass an einer Leinwand machen, natürlich nur, wenn du l**t hast, es mit JO zu Sprayen.“
Grinsend schaute ich Anna und griff dabei nach meiner Tasche, die an einem Stuhl hängt. Ich nahm ein paar Spraydosen heraus und begann sie zu schütteln.
„Also Babygirl, wie wäre es, wenn wir denen mal zeigen, was wir so drauf haben?“ fragte ich Anna fies grinsend und biss mir dabei in die Unterlippe.
Geschockt starrte Anna Jason an. „Ich kann so etwas doch gar nicht“ murmelte Anna leise vor sich hin.
„Ich bring es dir bei, hast du ein Bild, dass du mal Sprayen willst oder sollen wir und eins ausdenken?“ grinsend stand Jason auf und deutete mit einer Bewegung an, dass Anna ihm folgen sollte.
„Hm, vielleicht eine Rose, oder eines ausdenken.“
Wie soll man mir Graffiti beibringen? Dafür bin ich doch zu untalentiert, denkt Anna nach. Jason blieb im Wohnzimmer stehen, wo er zur Couch ging um dort die Sachen zu holen, die, die beiden brauchen werden. Stumm begutachtete Anna die Leinwand, Zeitungspapier und Haarspray?
„Wieso brauchen wir Haarspray?“ fragte Anna mich verwirrt.
„Na, meine Haare müssen sitzen.“ gab ich lachend von mir und sprühte mir gleich etwas auf meine Haare, um meinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen.
„Das ist nicht dein Ernst, oder?“
„Anna, das war ein Scherz. Wenn das Bild auf der Leinwand ist, sprühen wir Haarspray darauf, damit es auch zu hundert Prozent dranbleibt und nicht ´verschwindet´.“
„Verstehe.“ murmelte mein Babygirl und fing dabei an zu lachen.
„Also komm zu mir her Babygirl. Ich zeig dir jetzt, wie das Funktioniert.“
Die Leinwand stellte ich seitlich an dem Tisch ab und legte dann etwas Zeitungspapier auf dem Tisch und lege dann vorsichtig Leinwand, damit später keine Farbe auf dem Tisch kommt. Zusätzlich öffnete ich die Fenster, damit sich der Geruch hier nicht festsetzt. Dann griff ich zu meinem Rucksack, wo ich eine Dose herausnehme und einfach anfing zu sprühen.
„Sprüh einfach, das Bild das dir gerade einfällt und mach dein Leben etwas bunter.“ murmelte ich zu Anna und griff dabei zur Fernbedienung, um Musik anzumachen.
„Genieße die Freiheit beim Sprayen. Glaub mir, es gibt kein besseres Gefühl, als das sprayen.“
Jason lächelte Anna liebevoll an und hielt ihr eine Spraydose hin.
„Soll ich dir helfen Babygirl?“ fragte Jason und leckte sich dabei kurz über die Unterlippe.
Das sah ja so geil an ihm aus, dachte sich Anna und biss sich ebenfalls auf die Lippe. Benommen nickte ich und bemerkte wie er sich hinter mich stelle. Er schlang einen Arm um meine Taille und seine anderen Hand legte er auf meine Hand, die die Spraydose fest umschlossen hat. Nervös kaue ich auf meiner Unterlippe
„Wenn ich sage ´sprühen´ dann drückst auf den Knopf, okay?“ flüsterte er und bewegte unsere Hände näher an die Leinwand.
Kurz nickte ich und schaute auf unsere Hände.
„Sprüh!" forderte Jason mich auf, was ich sofort tat.
Während ich das tat, bewegte er unsere Hände mit der Spraydose über die ganze Leinwand. Minutenlang standen wir so da und sprühten drauf los.
„Wow.“ hörte man hinter uns eine weibliche Stimme sagen. Sofort drehten Anna und ich uns um, nachdem wir erst einmal heftig zusammen zuckten. Schnell brachten wir einen großen Abstand zwischen uns, wobei ich fast hinfiel, da ich den Teppich am Boden übersah. Vor uns standen Mum, Dad und Freya. Man ist dass schon wieder einmal peinlich. Wieso muss immer am besten Teil der Arbeit meine Eltern und meine Schwester mich, beziehungsweise uns immer stören?
„Respekt. Das habt ihr gut hinbekommen, ihr Turteltauben.“ rief Freya erfreut hervor und begutachtete unser Meisterwerk.
Turteltauben?
Plötzlich dreht sich Freya zu Anna und zieht sie in eine Umarmung. Überfordert nimmt sie die Umarmung an und blickt dabei mich an, ehe sie doch leicht zum lächeln begann und sich entspannte.
„Ich bin Freya, Jasons ältere Schwester. Freut mich deine Bekanntschaft zu machen.“
„Freut mich. Ich bin Anna, aber ich habe das Gefühl, dass du schon weißt wer ich bin.“ sagte Anna ebenso erfreut.