Kapitel Dreiundzwanzig JAYDENS SICHT Ich spürte die Wärme von Selanas Fingern an meiner Wange und das Sanfte ihres Lächelns, doch mein Herz war meilenweit entfernt, gefangen in den Gedanken an Aliya. „Selena, ich …“ begann ich und suchte nach den richtigen Worten. „Schhhhhhh… Küss mich“, unterbrach sie mich und legte ihren Zeigefinger auf meine Lippen. Für einen Moment schien der Raum sich um mich herum zu schließen. Der Duft ihres Parfüms, die Weichheit ihrer Haut und das Versprechen, meiner Qual für einen Augenblick zu entkommen, lockten mich. Doch das Bild von Aliya—ihre tränenerfüllten Augen, wie sie mich anflehte, ihr zu vertrauen—hatte sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Ich konnte sie nicht verraten, nicht einmal in meiner Schwäche. Mit einem tiefen Atemzug zog ich mich

