Das Haus pulsierte wie ein lebendiges Wesen. Rorics viktorianisches Haus war in Violett und Karmesinrot getränkt, Nebelmaschinen verwandelten jeden Atemzug in glitzernden Rauch. Der Bass war so tief, dass er in meinen Knochen lebte. Fünfundzwanzig Körper (vielleicht dreißig) bewegten sich in einem langsamen, nassen Puls: Haut glitt über Haut, Münder offen, Augen glasig vor Lust und Alkohol und was immer wir sonst noch herumgereicht hatten. Ich schlüpfte spät herein, Kapuzenpulli bis zum Hals zugezogen, versuchte, ein Schatten zu werden. Dicke Chance. „Die Königin ist endlich da!“ schrie Jada und zerrte mich in den Kissen-Kreis. Hände überall (vertraut, sicher, hungrig). Jemand drückte mir ein neonblaues Getränk in die Faust. Ein anderer leckte Salz von meinem Hals, bevor ich protest

