Ich stand in der Seitengasse hinter Yummy, die Maske so fest in der Hand, dass die Lederriemen mir in die Finger schnitten. Der Bass schlug durch die Mauer wie ein zweites Herz, und jedes Mal, wenn er pochte, zuckte ich zusammen – als würde das Gebäude atmen und mich einladen. Der Regen war weg, aber die Pfützen glänzten noch, rot von der Neon-Schrift: Y U M M Y. Ich sah mein Spiegelbild darin – verzerrt, fremd, voller Wut und etwas, das ich nicht zugeben wollte: Neugier. Heute Nacht würde ich rein. Und niemand würde mich erkennen. Die Maske war perfekt: schwarzes Leder, Federn wie bei einer Krähe, winzige LED-Steine, die im Takt blinkten. Fünfzehnhundert Dollar wert, aber ich hatte sie nicht gekauft. Geklaut. Aus Tatianas Büro. Während sie mit Lex Zahlen wälzte, hatte ich sie mitgenomme

