Der Samstag brach an mit einem bedrohlichen Himmel – dicke, graue Wolken hingen tief über der Ranch, als wollten sie alles erdrücken, als wollte die Natur selbst die kommende Konfrontation ankündigen. John hatte die Nacht kaum geschlafen. Er lag zwischen Emma und Lily, ihre nackten Körper eng an ihn gedrängt, ihre Atemzüge ruhig und gleichmäßig. Emmas Kopf ruhte auf seiner Brust, Lilys Hand lag auf seinem Bauch, ihre Finger verschränkt mit seinen. Doch Johns Gedanken rasten unablässig. Miller hatte geschwiegen, aber die Gerüchte waren wie ein Feuer, das nicht mehr zu löschen war. Heute würde es brennen – und er wusste, dass es nicht ohne Schmerzen abgehen würde. Am frühen Nachmittag kam der Anruf. Es war der Bürgermeister selbst – eine seltene Ehre, die nichts Gutes verhieß. Die Stimme am

