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ER LIESS MICH NICHT GEHEN

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Blurb

“Die Messer, die am tiefsten schneiden, liegen wahrlich in vertrauten Händen – ich verblute verdammt noch mal."

Millicent Caspian beschloss, den mächtigen Milliardär Quentin zu heiraten, nachdem sie die Schulden ihrer Eltern beglichen hatte. Sie wurde mit Fürsorge und Schutz überhäuft und glaubte, es sei wahre Liebe, doch ihr Weltbild zerbrach, als sie die grausame Wahrheit entdeckte. Sie war nie verheiratet, sondern wurde als Wertgegenstand gekauft – ein Wert, der ihr Verständnis überstieg.

Angst ergriff sie, als sie losfuhr, um Quentin mit ihrer Entdeckung zu konfrontieren, doch das Schicksal griff in Form eines tragischen Unfalls ein.

Hilflos an ein Krankenhausbett gefesselt, entdeckte Millicent eine weitaus beunruhigendere Wahrheit über die Zuneigung ihrer Eltern; sie beschloss, die Hochzeit abzusagen und in die Schauspielbranche zurückzukehren.

All dies führte zu einer einzigen Sache, die Quentins sorgfältig ausgeklügeltes Spiel zunichte machte – und was ihn am meisten erschreckte, war, dass er sich bereits in sie verliebt hatte.

Nun hat Quentin eine einzige Angst, einen einzigen Wunsch und ein einziges Ziel: sie zurückzuholen, bevor es zu spät ist.

In einem Machtspiel ist die Maske, die man trägt, die größte Waffe. Zeigt man auch nur eine einzige Schwäche, wird man vernichtet.

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Kapitel 1: Ein Zuhause voller Wärme
Ihre Augen leuchteten sanft, als sie Quentin ansah, der gerade aß. Langsam legte sie ihren Ellbogen auf den Tisch, bevor sie ihr Kinn auf ihren Handrücken legte. Quentin genoss seine Mahlzeit sichtlich, während das Besteck leise durch den Raum klang. Millicent blickte zum Milchkrug; sie ergriff dessen Henkel und goss die frische Milch in das Glas, bis es bis zum Rand gefüllt war. Als das Glas voll war, stellte sie den Krug behutsam wieder auf den Tisch und nahm das Glas in die Hand. „Schatz“, rief sie leise, ihre Augen voller Wärme. „Hier ist deine Milch.“ Quentins Blick hob sich und traf ihren, während er glücklich strahlte. „Ist mein Baby nicht bezaubernd?“, sagte er und zwinkerte ihr zu. „Danke für die Milch.“ Er nahm das Glas entgegen und streifte dabei absichtlich mit seinen Fingern über ihre. Ihre Finger zitterten leicht unter seiner Berührung, was ihr Herz schneller schlagen ließ. Sie schluckte schwer, als sie für einen Moment den Blick abwandte. Quentin hob das Glas an die Lippen, trank die Hälfte der Milch und stellte das Glas dann wieder auf den Tisch. Seine Gabel schnitt in die Wurst, er steckte sich ein Stück in den Mund, doch dann drehte sich Millicent zu ihm um und sah den dünnen Milchstreifen, der auf seiner Oberlippe zurückgeblieben war. Sie kicherte leise. „Sieh dich nur an“, sagte sie ruhig und wischte die Milch mit ihrem Daumen weg, bevor er reagieren konnte. „Du isst wirklich wie ein Kind.“ Quentin schmollte, während seine Hände sich um ihren Arm schlangen; er beugte sich vor und ließ seinen Kopf auf ihre Schulter sinken. „Bin ich nicht mehr dein Baby?“, murmelte er leise. „Baby?“, flüsterte sie. „Mmm.“ Sie lachte herzlich. „Hör auf mit dem Herumalbern, bevor du zu spät zur Arbeit kommst.“ Kaum hatte sie das Wort ausgesprochen, richtete sich Quentin sofort auf. Sein Gesichtsausdruck wurde ernst, und mit übertriebener Ernsthaftigkeit hob er abrupt die Hand zum Gruß. „Aye, Captain.“ Sie lächelt immer noch, während Quentin sich seinem Essen zuwendet, bevor er spricht. „Ich bin die Geschäftsführerin; niemand wird es wagen, mich in Frage zu stellen, selbst wenn ich zu spät komme“, sagte er kühl und drehte den Kopf zu ihr. „Jeden, der es wagt, werde ich entlassen.“ Sie schlägt ihm sofort auf die Schulter. „Aua“, schrie Quentin. „Mach das nicht“, sagte sie bestimmt. „Du bist der Chef, also musst du mit gutem Beispiel vorangehen. Würde es dir gefallen, wenn deine Mitarbeiter unverantwortlich wären? Zu spät zur Arbeit zu kommen, ist kein gutes Beispiel.“ Seine Schultern sackten herab, als hätten ihre Worte ihn verletzt; sein Blick senkte sich, doch dann hob er den Blick augenblicklich wieder und grinste über beide Ohren. „Okay, Schatz, dein Baby wird mit gutem Beispiel vorangehen.“ „Braver Junge“, antwortete sie. In diesem Moment ergriff seine Hand die ihre, seine Finger glitten über ihre, sein Daumen streifte ihren Ringfinger, während er sanft ihren Blick hielt. „Ich kann es wirklich kaum erwarten, hier einen Ring anzustecken“, flüsterte er. Ihr Herz setzte einen kleinen Schlag aus, bevor sich langsam ein schüchternes Lächeln auf ihren Lippen abzeichnete. „Ganz bald“, sagte sie leise. „Unsere Hochzeit ist nur noch acht Monate entfernt, Schatz.“ Sofort warf er protestierend den Kopf zurück. „Acht Monate?“, stöhnte er. „Warum klingt das wie eine Ewigkeit?“ „Kann es nicht schneller gehen?“, murmelte er und kniff die Augen zusammen, als er ihren Blick traf. „Ich möchte mir lieber nicht länger eine Zukunft mit dir vorstellen. Ich möchte schon jetzt darin leben.“ Dann sprach er erneut. „Darf ich einen Kuss von dir haben?“ Sie biss sich leicht auf die Lippe und nickte langsam. „Ja.“ Ohne zu zögern beugte sich Quentin vor und drückte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn; ungläubig weiteten sich ihre Augen, während sich ihr Gesicht leicht verzerrte. Er legte seine Stirn an ihre, sein warmer Atem strich über ihre Haut. „Was soll ich sagen? Danke“, sagte er leise. „Dass du zugestimmt hast, mich zu heiraten.“ „Nein“, sagte sie mit leiser Stimme, „ich bin es, die dir danken sollte.“ Sofort legten sich seine Finger etwas fester um ihre Schultern, als er sich zurückzog und die Augenbrauen zusammenzog. „Warum solltest du das sein?“ „Du hast die Schulden meiner Familie beglichen“, ihre Stimme zitterte leicht. „Und dank dir … habe ich endlich erfahren, wie sich wahre Liebe anfühlt.“ „Warte“, sagte er mit zusammengebissenen Zähnen. „Dein Ex … davon hast du mir nie erzählt.“ Instinktiv hob er die Hand und strich ihr mit besitzergreifender Zärtlichkeit über die Wangen. „Hat er dir wehgetan?“ Stille. Er sah sie einen Moment lang an. „Hat er dir wehgetan?“, fragte er erneut, während sich seine Augen langsam verdunkelten. „Ich schwöre, ich werde …“ „Hahahaha.“ Sie lachte laut auf. „Nicht wirklich, das ist jetzt Vergangenheit; du bist es, der zählt, und ich bin so glücklich mit dir.“ Dann blickte sie auf sein noch nicht aufgegessenes Essen, bevor sie ihren Blick wieder auf ihn richtete. „Herr Geschäftsführer, du musst dein Essen aufessen“, sagte sie sanft; augenblicklich wurde ihr Gesichtsausdruck streng. „Du hast dein Ei noch nicht gegessen.“ Seine Hand glitt von ihren Schultern. „Ahhh“, sein ernster Gesichtsausdruck hellte sich langsam auf, als sich ein kleines Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete. „Ich glaube, ich muss mich wieder daran machen.“ Er zog die Tasse, auf der das Ei lag, zu sich heran. KNACK! Das Geräusch hallte durch das Esszimmer. Stille. Ihre Lippen öffneten sich. Das ganze Ei zerbrach in der Tasse. Quentins Augen weiteten sich, als er sich langsam zu ihr umdrehte und ihrem sanften Blick begegnete. Seine Lippen dehnten sich zu einem breiten Lächeln, das seine Zähne enthüllte. „Hehehehehe, das war nicht meine Absicht.“ „Hmph“, brummte sie, und ihre Augen funkelten. „Schatz, so schält man ein weichgekochtes Ei nun wirklich nicht.“ Sofort zog sie eine weitere Eierbecher zu sich heran. Crk! Ein leises, kontrolliertes und zartes Knacken. Die Oberseite der Eierschale spaltete sich perfekt unter ihren Fingern, während Dampf aufstieg; sie schälte die Schale vorsichtig ab, doch Quentins Augen weiteten sich amüsiert. „Wow“, sagte er langsam, „Baby, du bist unglaublich. Das möchte ich auch unbedingt lernen.“ „Hm.“ Sie neigte den Kopf leicht und hob misstrauisch eine Augenbraue. „Heute nicht, Herr Geschäftsführer.“ Sein Gesichtsausdruck wurde ausdruckslos. „Warum?“ „Weil du schon zu spät zur Arbeit bist“, sagte sie ruhig und reichte ihm den Eierbecher. „Beeil dich und iss dein Frühstück auf.“ Quentin wollte protestieren, doch ihr Blick hielt ihn fest. „Okay“, antwortete er leise und tauchte seinen Löffel in das Ei. „Aber.“ Er sah sie erneut an. „Nichts ist wichtiger, als von meiner Frau zu lernen.“ Bei diesem Wort machte ihr Herz einen heftigen Sprung, und ihre Augen leuchteten hell auf, als sie ihn beobachtete, wie er das Ei genoss. ‚Er ist so süß, ich kann es kaum erwarten, rechtlich dir zu gehören und dir wunderschöne Kinder zu schenken‘, murmelte sie im Stillen. Nach wenigen Minuten war das Frühstück vorbei, während die Morgensonne wärmer wurde. Sie wandte sich dem Wohnzimmer zu. „Amanda!“ „Ja, Ma’am“, antwortete Amanda, während sie ins Esszimmer eilte. „Bitte geh ins Schlafzimmer und hol mir den schwarzen Mantel.“ „Ja, Ma’am“, antwortete Amanda und eilte die Treppe hinauf. Währenddessen stand Millicent auf und ging zu Quentin hinüber, wobei ihre Finger seine Krawatte streichelten, als sie den Blick hob. Ihre Blicke trafen sich. „Du verführst mich, was?“ Langsam breitete sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. „Ich will nicht –“ „Ma’am, es ist soweit“, unterbrach Amandas Stimme sie ruhig. Sie nahm den Mantel von ihr entgegen, und Amanda zog sich respektvoll zurück. Sorgfältig steckte sie seine Arme in den Mantel; ihre Finger glitten sanft über den Stoff. Sie hob den Blick; ihr Lächeln vertiefte sich zärtlich. „Du bist bereit.“ „Schatz, kann ich heute nicht zur Arbeit gehen?“, fragte er und jammerte theatralisch. „Bitte, bitte.“ „Warum?“, sagte sie ruhig. „Weil es so schön ist, bei dir zu sein.“ „Hör auf damit –“ Im selben Moment landete ein sanfter Kuss auf ihrer Stirn, leise und doch lang anhaltend. Er raubte ihr sowohl den Atem als auch die Worte. „Ich möchte dich einfach den ganzen Tag in meinen Armen halten.“ Ihr stockte der Atem, als ihr die Hitze in die Wangen schoss, bevor sie schüchtern das Gesicht abwandte und seinem Blick auswich. Seine Augen verengten sich schelmisch, als er sah, wie errötet sie war. Vorsichtig zog er sie in seine Umarmung. Besitzergreifend, ruhig und zärtlich. „Ich mache mich auf den Weg“, flüsterte er. „Sei ein braves Mädchen und bleib zu Hause, okay?“ „Okay“, antwortete sie schwach, das Gesicht noch immer an seiner Brust vergraben. Sein Lächeln vertiefte sich, bevor ein Hauch von Dunkelheit über seine Augen huschte. ‚Immer gehorsam und bezaubernd‘, murmelte er im Stillen. Langsam ließ er sie los und wandte sich dem Eingang zu; seine Schritte wurden schneller und hallten scharf vom Boden wider, während sein Körper ihm folgte, direkt in Richtung Garage. Dann plötzlich. Klack! Klack! Klack! Schritte hallten von hinten herüber. Schnell, drängend und verzweifelt. In diesem Moment blieb Quentin stehen, drehte sich um und riss vor Schreck die Augen auf.

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