Der Abgrund aus dieser Nacht blieb. Er trat zwischen uns und vergrößerte sich mit jedem Tag, der verging und kein Wort zwischen uns fiel. Kein Wort über die alltäglichen Floskeln hinaus. „Morgen, Taiyo. Wie gehts dir?“ – „Morgen, Tsuki. Gut und dir?“ – „Auch.“ – Stille. Ich verstand es nicht und dennoch fand ich keine Worte, die diese Distanz überwanden. Sie erreichten dich, aber brachten uns nicht näher. Dort waren wir. Nebeneinander und doch so weit weg. Meine Finger kribbelten bei dem Gedanken dich zu berühren und mich zu vergewissern, dass du immer noch bei mir warst. Hier ganz nah und nicht nur eine Einbildung. Dein Duft, der zu mir hinüber kam. Diese leichte Note von Freiheit und Sommer, die mich auch jetzt wieder lächeln ließ. „Hast du die Hausaufgaben verstanden?“ Ein erneuter

