Dreizehnter Gesang

1102 Words

Dreizehnter GesangWir waren an dem Gipfel jetzt der Stiege, Allwo zum zweitenmal ist eingeschnitten Der Berg, der die Ersteigenden entsündigt. Hier nun umschließet ringsumher die Höhe Ein Sims, dem ersteren in allem ähnlich, Nur daß sich zeitiger sein Bogen krümmet; Nicht Schatten gibt's, noch Bilder hier zu schauen, Einförmig deckt den Felshang, deckt die Straße Die graulichbleiche Färbung des Gesteines. »Wenn hier zu fragen erst wir Leut' erwarten,« Begann der Dichter, »dann ist wohl zu fürchten, Daß allzulang sich unsre Wahl verziehe.« Drauf fest die Augen nach der Sonne richtend, Nahm er zum Mittelpunkte der Bewegung Die rechte Seit' und schwenkte seine Linke. »O holdes Licht, dem trauend ich betrete Die neue Bahn, so führe du uns,« sprach er, »So wie sich's ziemt, hie

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