Der grimmige König

1867 Words

Chloes P.O.V. Der Flur war dunkler, als ich ihn in Erinnerung hatte – als hingen Schatten an den Wänden, bereit, das letzte bisschen Luft, das mir noch blieb, zu ersticken. Mein Herz hämmerte – nicht vor Angst, sondern wegen einer brodelnden Mischung aus Frustration und etwas noch Heimtückischerem. Traurig? Nein. Diese Schwäche konnte ich mir jetzt nicht leisten. Nicht nach allem, was geschehen war. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf straffte ich die Schultern, während ich durch die verwinkelten Gänge schritt, und zwang mich, Dylans Abschiedsworte zu wiederholen – diesen wütenden Befehl, getränkt von Besessenheit. „Du kommst mit mir?“ Er hatte es gebellt, als wäre ich noch immer an seinen Willen gebunden, als hätten all die Jahre des stillen Leidens nicht ausgereicht, um die Macht zu b

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