bc

Schwanger nach der Ablehnung des Alphas

book_age18+
1
FOLLOW
1K
READ
dark
second chance
heir/heiress
like
intro-logo
Blurb

Er hat mich drei Tage vor seiner Krönung abgewiesen.

Leise. Ruhig. Als wäre das Verstoßen einer Schicksalsgefährtin etwas, das ein Mann zwischen dem Frühstück und dem Antritt seiner Herrschaft erledigen könnte, ohne eine einzige Nacht Schlaf zu verlieren.

Ich flehte nicht. Ich ging.

Was Damien Blackthorn nie wusste: Ich ging nicht allein.

Fünf Jahre lang zog ich seine Zwillinge in einer Stadt groß, in der niemand seinen Namen kannte oder meinen. Ich baute mir etwas Kleines, Echtes, ganz Eigenes auf. Ich redete mir ein, dass wir uns genug waren.

Dann erfuhr ein rivalisierender Alpha von der Existenz meiner Kinder. Plötzlich gehörten die einzigen Mauern, die stark genug waren, sie zu schützen, dem Mann, der mir einst gesagt hatte, ich sähe erbärmlich aus.

Also kehrte ich zurück.

Ich schritt durch sein Tor mit dem Kiefer seines Sohnes und den Augen seiner Tochter und fünf Jahren Schweigen zwischen uns und sagte mir, dass ich nichts fühlte.

Fast hätte ich es geglaubt.

Aber Damien war nicht der Einzige mit Geheimnissen. Es gibt einen Verräter in seinem Rudel. Es gibt eine Wahrheit, die in meinem Blut verborgen liegt und alles verändert.

Und die Schicksalsbindung, die er abgelehnt hat?

Noch lebendig.

Noch ziehend.

Und diesmal hat keiner von uns einen Ort mehr, an den er fliehen könnte.

chap-preview
Free preview
Das Mädchen, das er nie sah
Ich war zwölf Jahre alt, als Damien Blackthorn mich zum ersten Mal ansah, als wäre ich Luft. Er war sechzehn, bereits gebaut wie ein Krieger und trug Autorität auf seinen Schultern wie eine zweite Haut. Der Sohn des Alphas. Der zukünftige Alpha des Blackthorn-Rudels. Ich war niemand – die Tochter einer verstorbenen Omega und eines Vaters, der mehr trank, als er atmete. „Geh aus dem Weg, Zwerg.“ Das war alles, was er sagte. Ich stand am Tor des Rudelhauses und wartete darauf, dass mein Vater seine monatliche Lebensmittelration abholte. Damien ging mit drei Jungen hinter sich an mir vorbei wie Schatten und stieß mich an der Schulter, ohne mir auch nur ins Gesicht zu sehen. Ich stolperte. Mein Knie schlug auf den Kies. Blut trat hervor. Keiner von ihnen blieb stehen. Ich saß lange auf dem Boden und sah ihm nach, bis er durch die Türen des Rudelhauses verschwand. Etwas brannte in meiner Brust. Kein Hass. Noch nicht. Nur die stille, schreckliche Erkenntnis, dass manche Menschen geboren wurden, um Raum einzunehmen, während andere geboren wurden, damit man sie aus diesem Raum verdrängt. Ich gehörte zur zweiten Sorte. Mein Name ist Elena Voss. Achtzehn Jahre lang brachte mir das Blackthorn-Rudel bei, was ich wert war. Nichts. Mein Vater, Gerald Voss, war ein Omega, der seine Gefährtin bei meiner Geburt verloren hatte und mir nie verzieh, dass ich überlebt hatte. Er schlug mich nicht jeden Tag. An manchen Tagen tat er einfach so, als würde ich nicht existieren. Und diese Tage waren fast noch schlimmer, weil dann Hoffnung in meiner Brust zu wachsen begann – nur damit er nach Hause kam, nach Whiskey roch und alles von vorne begann. „Nutzlos. Genau wie deine Mutter. Sie ist gestorben, um mir dich zu schenken.“ Ich kochte. Ich putzte. In der Schule hielt ich den Kopf gesenkt, während die anderen Mädchen stolz ihre Wolfszeichen zeigten. Ich trug lange Ärmel, um die Spuren zu verbergen, die mein Vater hinterlassen hatte. Ich erledigte kleine Arbeiten für die Küche des Rudelhauses, damit wir etwas zu essen hatten. Ich redete mir ein, dass Überleben genug war. Es war nicht genug. Aber ich machte weiter. Denn irgendwo unter all dem Schmerz weigerte sich etwas in mir zu sterben. Meine Wölfin, die ich zum ersten Mal mit fünfzehn Jahren verwandelt hatte, war anders. Sie war weiß. Reinweiß, nicht grau oder braun wie die Wölfe der Omegas. Sie war größer, als sie hätte sein dürfen. Als sie zum ersten Mal erschien, versteckte ich sie. Ich verstand nicht, warum mein Instinkt mich regelrecht anschrie, ihr Geheimnis zu bewahren, aber ich hörte darauf. Manche Gaben werden einem genommen, wenn man sie zu früh zeigt. In der Nacht, in der sich alles veränderte, war ich siebzehn und trug einen Topf Eintopf über den Hof des Rudelhauses für die Küchenangestellten. Die jährliche Zeremonie des Alphas war nur noch drei Tage entfernt. Das ganze Rudel war voller Aufregung. Damien Blackthorn sollte als Alpha des Blackthorn-Rudels eingesetzt werden – als jüngster Alpha in der Geschichte des Rudels. Schon jetzt verehrten ihn alle. Die Mädchen schminkten ihre Lippen, glätteten ihre Kleider und beteten zur Mondgöttin, dass sie seinen Namen neben ihren eigenen geschrieben hatte. Ich betete um nichts. Ich wollte nichts von Damien Blackthorn außer Abstand. Der Topf war schwer. Meine Arme zitterten. Dann spürte ich es. Ein Ziehen. Tief in meiner Brust. Hinter meinen Rippen. Als würde etwas in mich hineingreifen, meine Seele packen und daran ziehen. Ich blieb stehen. Der Topf wäre mir beinahe aus den Händen gerutscht. „Pass auf, wo du stehst.“ Ich sah auf. Damien stand nur wenige Schritte entfernt. Er war jetzt achtzehn, größer, als ich ihn in Erinnerung hatte, mit einem schärferen Kiefer und dunkleren Augen. Er trug ein schwarzes Trainingsshirt, und an seinen Knöcheln klebte getrocknetes Blut vom Training. Er sah mich an, wie ein Mann etwas auf seinem Weg betrachtet und noch nicht entschieden hat, ob er darüber hinwegsteigen oder es zertreten soll. Das Ziehen traf auch ihn. Ich sah es. Für den Bruchteil einer Sekunde veränderten sich seine Augen. Etwas Animalisches und Uraltes glitt über sein Gesicht. Gefährtin. Meine Wölfin flüsterte das Wort wie ein Gebet. Sein Kiefer verspannte sich. „Nein.“ Er sagte es leise. Fast zu sich selbst. Dann fanden seine Augen meine und wurden wieder kalt. Kälter als zuvor. Kalt, als hätte er in diesem einen warmen Moment in sich hineingegriffen und ihn mit bloßen Händen getötet. „Auf keinen Fall.“ Mein Mund war trocken. „Was?“ „Du hast mich gehört.“ Er trat näher. Seine Stimme wurde leiser, damit niemand um uns herum ihn hören konnte. „Was auch immer du glaubst, gerade gespürt zu haben, vergiss es. Ich bin nur noch drei Tage davon entfernt, der Alpha dieses Rudels zu werden. Ich werde keine Omega zur Gefährtin nehmen. Und ich werde dich nicht haben.“ Die Worte fielen wie Steine in stilles Wasser. „Die Verbindung ist nicht echt“, sagte er. „Ich lehne sie ab.“ „Ich lehne dich ab, Elena Voss.“ „Vollständig und für immer.“ Der Schmerz kam ohne Vorwarnung. Er begann in meiner Brust und breitete sich auf jede Nervenfaser meines Körpers aus. Meine Knie gaben nach. Ich fing den Topf auf, bevor er zu Boden fiel, aber mich selbst konnte ich nicht auffangen. Mit einer Hand klammerte ich mich an die Wand des Hofes und atmete dagegen an. Ich atmete durch das zerreißende Gefühl hindurch, als würde etwas aus dem Innersten meiner Seele gerissen. Damien sah zu. Er zuckte nicht einmal mit der Wimper. Er sah nicht weg. Er beobachtete mein Leiden wie ein Mann, der eine Entscheidung bestätigt, die er längst getroffen hatte. „Mach dich sauber, bevor die Gäste der Zeremonie eintreffen“, sagte er. „Du siehst erbärmlich aus.“ Dann ging er davon. Ich blieb an dieser Wand stehen, mitten in einem fröhlichen, geschmückten Hof voller Rudelmitglieder, die lachten und Lichterketten aufhängten. Und durch den Schmerz hindurch gab ich mir selbst ein Versprechen. Ich werde gehen. Und wenn ich zurückkomme, wirst du genau wissen, wen du abgelehnt hast. Damals wusste ich noch nicht, wie wahr dieses Versprechen werden würde. Ich wusste nicht, was bereits in mir begonnen hatte.

editor-pick
Dreame-Editor's pick

bc

Die Stripper-Braut des Alpha-Königs

read
1K
bc

Die Gefährtin des brutalen Alphas

read
4.4K
bc

Königliche Akademie; Ich gehöre dem Alpha

read
1K
bc

Markiert vom Weißen Wolf

read
1K
bc

Die Weibliche Alpha Werden

read
1.1K
bc

Von Meinem Gefährten Abgewiesen; Von Lycan-Vierlingen Beansprucht

read
1K
bc

An den Blutmond gebunden – mit drei Brüdern gepaart.

read
1.2K

Scan code to download app

download_iosApp Store
google icon
Google Play
Facebook