15

482 Words
ANN „Also, was wollen wir uns anschauen?“, fragte ich Nalim, während wir fuhren. „Ich dachte an diesen neuen Sci-Fi-Film. Den mit Matt Damon.“ „Okay.“ Ich warf ihm einen kurzen Blick zu. „Warum konnte Lara nicht mitkommen?“ „Sie hatte was vor.“ „Ich glaube ja, sie trifft sich heimlich mit diesem Typen aus Block zwei. In letzter Zeit hat sie auffällig oft etwas vor.“ Sein Blick huschte zu mir. „Meinst du?“ „Ich habe sie neulich abends im Fitnessraum mit ihm reden sehen. Sie wirkten ziemlich vertraut.“ Er lächelte. „Freut mich für sie.“ Ich runzelte die Stirn, als er von der Straße Richtung Kino abbog. „Wo fahren wir hin?“ „Ich muss kurz etwas abholen. Wir haben genug Zeit.“ „Okay.“ Ich scrollte gedankenlos auf meinem Handy herum. „Du weißt, dass ich dich mag, oder?“ sagte Nalim. „Ja.“ Ich scrollte weiter durch i********:. In letzter Zeit war er etwas anhänglich gewesen. Moment mal. Was? „Wie meinst du das?“ „Genau so. Du weißt doch, dass ich dich mag.“ Ich sah ihn stirnrunzelnd an. Ich hatte schon länger den Verdacht, dass Nalim vielleicht heimlich in mich verknallt war, aber das konnte doch nicht sein. Ich war viel zu alt für ihn. Wahrscheinlich hatte ich ihn falsch verstanden. Ich hatte der ersten Hälfte des Gesprächs ohnehin nicht richtig zugehört. Er lenkte den Wagen in die Auffahrt einer riesigen Villa mit perfekt gepflegten Gärten. Das Gebäude war drei Stockwerke hoch. „Wo sind wir?“ „Ich muss nur kurz die Tickets holen.“ „Ach so.“ „Komm mit.“ Ich wollte nicht unhöflich sein. „Okay.“ Ich stieg aus und folgte ihm zur Haustür. „Wow, dieses Haus ist unglaublich“, sagte ich und sah mich um. Als wir die Stufen erreichten, griff Nalim nach meiner Hand. Ich runzelte die Stirn und wollte sie ihm entziehen, doch er hielt sie fest. „Was machst du da?“, fragte ich. „Ich mag dich, Vianne.“ „Wie bitte?“ „Ich finde, es ist Zeit.“ „Zeit wofür?“ Ich runzelte die Stirn. Was zur Hölle ging hier gerade vor sich? „Dass wir es offiziell machen.“ „Nalim, wovon redest du? Ich verstehe überhaupt nichts.“ „Ich liebe dich.“ Meine Augen wurden groß. „Was?“ Er beugte sich vor und küsste mich, und im selben Moment öffnete sich hinter uns die Haustür. Ich fuhr erschrocken zurück. Was zum Teufel war gerade passiert? Was machte er da? Mein Blick wanderte zu der Person, die die Tür geöffnet hatte. Rians Augen hielten meine fest. Mir klappte der Mund auf. Was zum absoluten f**k? „Dad“, verkündete Nalim. „Das ist Vianne, die Liebe meines Lebens.“
Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD