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Die Buße des Geschäftsführers

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Liam Sterling lebte nach einer einzigen Regel: Loyalität ist absolut. Als sich also herausstellte, dass seine Frau Clara die Baupläne seiner revolutionären Technologie für saubere Energie an seinen größten Rivalen weitergegeben hatte, zögerte Liam nicht. Er entzog ihr seinen Namen, seinen Reichtum und ihre Würde, warf ihr einen Scheck über 50.000 Dollar vor die Füße und sagte ihr, sie könne von Glück sagen, dass er sie nicht in eine Zelle steckte.Ein Jahr später bricht Liams Welt zusammen. Ein sterbender Whistleblower enthüllt eine schreckliche Wahrheit: Die Weitergabe war von Liams eigener Schwester inszeniert worden, der Frau, der er mehr als allen anderen vertraut hatte. Clara war unschuldig.Verzweifelt um Vergebung bettelnd, spürt Liam Clara in Seattle auf, nur um festzustellen, dass die Frau, die er gebrochen hatte, sich zu einer beeindruckenden Kraft in der Welt der gemeinnützigen Technologieunternehmen aufgebaut hat. Sie nimmt seine Anrufe nicht entgegen. Sie will sein Geld nicht annehmen. Und in ihrer Firma gilt eine strikte „Keine-Milliardäre“-Regel. Um ihr näherzukommen, muss Liam seine Maßanzüge gegen eine Freiwilligenweste eintauschen und unter einem Pseudonym als einfacher Sachbearbeiter in ihrer Wohltätigkeitsabteilung arbeiten. Doch Clara ist nicht mehr das naive Mädchen, das er geheiratet hat – und sie will keine Entschuldigung. Sie sucht einen Mann, der tatsächlich weiß, was ein gebrochenes Herz kostet.

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Kapitel 1
Die Stille im Sterling Penthouse war nicht friedlich. Es war ein Vakuum, das Clara die Luft aus den Lungen saugte. Liam stand am Fenster, der Rücken steif wie eine Wand. Draußen war Chicago eine Stadt aus Gold und Schatten. Drinnen war es eiskalt. Auf dem Schreibtisch zwischen ihnen lag ein Tablet. Es zeigte die Spuren eines Verrats, den Clara nicht begangen hat. „Liam, sieh mich an“, “, sagte Clara mit kaum mehr als einem Flüstern. „Ich habe das nicht getan. Ich habe keine Verschlüsselungscodes für das Helios-Projekt. Das weißt du. "Ich bin deine Frau.“ Liam drehte sich zu ihr um. Seine Augen, sonst warm und sanft, waren nun kalt und hart. Er sah sie an, als wäre sie etwas kaputtes. „Das ist das Problem, Clara“, sagte er mit ruhiger, erschrockener Stimme. „Ich dachte, du wärst meine Frau … Es stellt sich heraus, dass du eine Sicherheitslücke warst. "Eine teure.“ Er warf eine Mappe auf den Schreibtisch. Sie glitt über die Oberfläche und blieb nahe ihrer Hand liegen. Darin befanden sich E-Mails und Protokolle, die Clara nicht kannte. Sie waren alle an Marcus Thorne adressiert, Liams Rivalen. „Die Serverprotokolle lügen nicht“, sagte Liam und trat näher an sie heran. Er roch nach Sandelholz und der Stadt. „Die Daten sind von deinem Laptop durchgesickert. Es wurde ein Bypass genutzt. Thorne hat jetzt die Pläne für die Turbine für saubere Energie. Mein Vorstand will Blut sehen. "Meine Anwälte wollen die Polizei rufen.“ „Dann ruf sie doch an", sagte Clara mit erhobener Stimme. „Lass sie meinen Laptop untersuchen. Sie werden meine Fingerabdrücke nicht auf diesen Dateien finden. Liam, jemand will mir etwas anhängen. Denk mal darüber nach. "Wem nützt es, wenn wir ruiniert werden?"“ Liam lachte, ein bitterer Laut. „Uns? Es gibt kein ‚uns‘, Clara. Es gibt einen CEO und eine Spionin. Du wolltest bezahlt werden? "Du wolltest die Königin von Thornes Imperium sein, meine Frau?"“ Er zog ein Scheckheft hervor und stellte einen Scheck aus. Das Geräusch seines Stifts klang wie ein Todesurteil. Er riss den Scheck heraus. Warf ihn ihr vor die Füße. Es waren 50.000 Dollar. „Das ist für drei Jahre“, sagte Liam, während sein Schatten über ihr lag. „Betrachte es als Abfindung. Ich habe die Schlösser am Haus an der Gold Coast ausgetauscht. Deine Sachen sind in einem Lagerraum in Cicero. Wenn ich dein Gesicht noch einmal sehe, werde ich nicht auf meine Anwälte hören. "Ich werde diesen Ordner dem Staatsanwalt übergeben.“ „Liam, bitte …“ Clara streckte ihre Finger aus und berührte seinen Ärmel. Er wich zurück, als wäre sie giftig. „Fass mich nicht an. Du hast zehn Minuten, um dieses Gebäude zu verlassen. Der Sicherheitsdienst wird dich vor den Augen der Presse hinauswerfen. Sie warten auf den ‚Untergang von Sterling Grace'. "Benutz den Lastenaufzug.“ Die Fahrt mit dem Aufzug nach unten fühlte sich an wie eine Reise auf den Grund des Ozeans. Mit jeder Etage wurde ihr ein Stück ihres Lebens genommen. Clara trat hinaus in die Nacht von Chicago. Die Gasse war vom Geruch nach Asphalt und Abgasen erfüllt. Sie hielt ihren Koffer fest, den sie für ihre Reisen gepackt hatte, die nie stattfanden. Sie blickte auf den Scheck. *Fünfzigtausend Dollar.* Für Liam war das nichts. Für sie war es der Preis ihrer Seele. Sie spürte eine Welle von Wut und Raserei. Er wollte keinen Prozess? Er wollte die Wahrheit nicht herausfinden? Gut. Er wollte, dass sie verschwand? Sie würde zu einem Geist werden … Sie würde nicht verschwinden. Sie holte ihr Handy heraus. Wählte eine Nummer, die sie seit Jahren nicht mehr angerufen hatte. „Hey, hier ist Clara“, flüsterte sie. „Ich brauche ein Ticket. Irgendwohin im Westen. "Heute Nacht.“ **Zwölf Monate später * Der Regen in Seattle war sanft und leise. Clara, Clara Vance, stand am Kopfende des Konferenztisches im Hauptquartier von Vance Reach. Das Büro war ein renoviertes Lagerhaus voller Pflanzen und junger Programmierer, die die Welt verändern wollten. „Der Logistik-Algorithmus ist live“, verkündete Clara mit fester, starker Stimme. „Wir haben die Lieferungen der Lebensmittelbank für den pazifischen Nordwesten optimiert. Die Verschwendung ist um vierzig Prozent gesunken.“ Der Raum brach in Applaus aus. Clara lächelte. Ihre Augen waren nicht warm. Sie hatte dies aus dem Nichts aufgebaut und jeden Cent ihrer „Abfindung“ dafür verwendet, um zu beweisen, dass sie den Namen Sterling nicht brauchte, um zu führen. Ihr Assistent Toby beugte sich vor. „Clara, entschuldige die Störung. "Wir haben unten ein Problem.“ „Wenn es der Vermieter ist, sag ihm, ich unterschreibe den Mietvertrag am Montag“, sagte Clara und nahm ihr Tablet. „Es ist nicht der Vermieter“, sagte Toby und wirkte nervös. „Ein Mann ist gerade hereingekommen. Er ist groß. Er fragt nach dem CEO. Er sagt, er sei wegen der Stelle als "Verwaltungsassistent" hier." Clara runzelte die Stirn. „Ich habe der Personalabteilung gesagt, wir brauchen jemanden, der bescheiden ist. "Warum erzählst du mir dann von einem Spontan Bewerber?" „Weil er sich geweigert hat zu gehen, bevor er dich gesehen hat“, sagte Toby. „Er hat den Blick eines Mannes, dem die Welt gehört.“ Claras Herz setzte einen Schlag aus. *Nein. Das ist unmöglich.* „Wo ist er?“ „In der Lobby.“ Clara verließ den Konferenzraum, ihre Absätze klapperten auf dem Beton. Sie bog um die Ecke zum Empfangsbereich, bereit, ihm die Meinung zu sagen. Sie blieb wie angewurzelt stehen. Am Wasserspender stand ein Mann in einem Sweatshirt, der einen Lebenslauf in der Hand hielt. Er hatte einen einwöchigen Bartschatten und Augen, die sie aus ihren Albträumen kannte. Liam Sterling sah sie mit zusammengebissenen Zähnen an. „Ich bin wegen des Jobs hier, Ms. Vance“, sagte er mit rauer Stimme. „Ich habe gehört, Sie brauchen jemanden, der die Spenden sortiert.“ Clara spürte, wie die Welt um sie herum ins Wanken geriet. Bevor sie ihre Stimme wiederfand, flogen die Türen auf. Eine Gruppe von Männern in Anzügen drängte sich an der Rezeptionistin vorbei, angeführt von einer Frau mit einem Lächeln. „Liam!“, erklang Seraphina Sterlings Stimme. „Beende diese Farce. Der Vorstand hat die Konten gefunden. "Sie wissen alles.“ Seraphina wandte sich Clara zu, ihr Grinsen wurde breiter. „Oh, Clara. Wie poetisch. "Ihr werdet euch beide eine Zelle teilen.“

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