***VERA*** Die Nacht fühlte sich lang an. Der Mond war hell und voll und schien durch die Bäume. Grillen zirpten leise, und der Wind ließ die Blätter rascheln. Das Geräusch war ruhig, gleichmäßig. Es gab mir ein wenig Trost, auch wenn mein Herz unruhig blieb. „Hab Geduld mit mir. Wir sind bald da“, flüsterte Alpha Conry dicht an meinem Ohr. Seine Stimme war klar, wie trockenes Laub, das über den Boden streicht. Mein Puls sprang, als seine Lippen meine Haut berührten. So eine Wärme hatte ich noch nie gespürt. Sie machte mir Angst, zog mich aber auch näher zu ihm, ohne zu fragen. „Okay, Sir“, sagte ich leise. Ich drehte den Kopf weg und drückte meine Finger auf die Stelle, die seine Lippen berührt hatten. Sie brannte auf eine Weise, die ich mir nicht eingestehen wollte. „Weißt du, warum

