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UNTER EINEM PURPURROTEN GELÜBDE

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Blurb

Um einen Krieg zu verhindern, der Boston in Blut tauchen würde, muss ein Monster einen Geist heiraten.Dante Fitzgerald ist der Kronprinz des Clover-Syndikats – kalt, berechnend und getrieben von einem generationenübergreifenden Hass auf das russische Syndikat, das seine Stadt ausblutet. Als ein brutaler Revierkampf droht, die Bundesbehörden auf beide Imperien zu hetzen, verlangt Dantes Vater das ultimative Opfer: die Heirat mit der tödlichsten Geheimagentin der Volkov-Bratva, um einen Blutfrieden zu besiegeln. Dante erwartet eine zerbrechliche Mafia-Prinzessin, die er leicht brechen kann. Stattdessen bekommt er Kirill.Kirill Volkov ist kein Schachzug. Aufgewachsen im Schatten der Schwarzmarktgeschäfte der Bratva, ist er ein Geist, der keine Zeugen hinterlässt. In einen goldenen Käfig gezwungen, zusammen mit einem Mann, der ihn tot sehen will, unterzeichnet Kirill den Ehevertrag mit einer Klinge, die er im Ärmel versteckt hält.Ihre Gelübde sind eine Drohung. Ihre Hochzeitsnacht ist eine Pattsituation. Hinter den verschlossenen Türen des Fitzgerald-Anwesens ist jede Berührung ein Schlachtfeld und jeder Blick ein Versprechen von Gewalt. Doch als eine geheimnisvolle dritte Fraktion beginnt, ihre Soldaten auszuschalten und ihre tiefsten Geheimnisse aufzudecken, beginnen die Mauern ihres gegenseitigen Hasses zu bröckeln.In einer Welt, in der Vertrauen ein Todesurteil ist, müssen Dante und Kirill entscheiden, ob ihre arrangierte Allianz sie beide zerstören wird – oder ob sie Boston dem Erdboden gleichmachen werden, um einander zu beschützen.

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Kapitel 1: Der Blutpreis
Kapitel 1: Der Blutpreis Der Regen in South Boston machte nichts sauber. Er sorgte lediglich dafür, dass Fett und Blut auf dem Asphalt glitschig wurden. Dante Fitzgerald stand unter dem Vordach der St. Jude-Werft. Er hatte den Kragen seines Wollmantels gegen den Wind hochgeschlagen. Seine Finger spielten mit dem Rand des Schlagrings in seiner Tasche. Auf der anderen Seite des Schotterplatzes standen drei seiner Männer über einem Mann, der verletzt war und blutete. Dieser Mann hatte den Fehler begangen, Geheimnisse des Clover-Syndikats an die Russen zu verkaufen. „Er redet nicht, Dante“, sagte Liam, einer seiner Männer. Er wischte sich den Regen von der Stirn. „Er sagt, seine Familie sei bereits in Schwierigkeiten, wenn er uns etwas über den Kontakt zur Bratva verrät.“ Dante trat aus dem Vordach heraus. Seine Lederschuhe knirschten auf dem Kies. Er sah nicht wütend aus. Er sah eher gelangweilt aus. Seine Augen waren grau wie der Himmel. Er ging auf den blutenden Mann zu und packte ihn am Kinn. „Deine Familie ist in Chicago, Marcus“, sagte Dante. Seine Stimme war leise und ruhig. „Die Bratva kann ihnen dort nichts antun. Ich habe gerade zwei Männer, die die Schule deiner Tochter in Southie im Auge behalten. "Du hast zehn Sekunden Zeit, mir einen Namen zu nennen, bevor ich einen Anruf tätige.“ Die Augen des Mannes weiteten sich. Er hatte große Angst. „V-Volkov. Es war ein Volkov. Der Blonde. "Der Geist.“ Dantes Griff um den Kiefer des Mannes wurde fester. Der Knochen knackte. Kirill Volkov. Er war der Mann, den Bratva einsetzte, um den Leuten Angst einzujagen. Bevor Dante eine weitere Frage stellen konnte, öffneten sich die großen Eisentüren des Werft Büros. Sein Vater, Arthur Fitzgerald, kam heraus. Er war der Boss des Clover-Syndikats. Er wurde von vier bewaffneten Männern begleitet. Arthurs Gesicht war blass. Wegen seines Lungenkrebses fiel ihm das Atmen schwer. Seine Augen wirkten dennoch gemein. „Lasst ihn“, sagte Arthur. Seine Stimme klang rau.Dante, komm rein. "Sofort." Dante stand auf. Er klopfte sich den Staub aus der Hose. Er wies Liam an, sich um Markus zu kümmern. Dann folgte er seinem Vater ins Büro. Das Büro war schlecht beleuchtet. Es war voller Rauch. „Was ist los, Dad?“, fragte Dante. „Wir wollten doch gerade etwas über die Seaport-Docks erfahren. Arthur setzte sich nicht. Er blickte aus dem Fenster auf das Wasser. „Das FBI war vor einer Stunde in den Lagerhäusern im North End. Sie haben Waren im Wert von fünf Millionen Dollar beschlagnahmt. "Sechs unserer Männer sitzen in Handschellen.“ Dante erstarrte. „War es eine undichte Stelle? "Waren es die Russen?"“ Arthur wurde wütend. „Es spielt keine Rolle, wer es war. Das FBI hat genug, um uns für eine Weile ins Gefängnis zu stecken. Die Bratva steckt in Schwierigkeiten. Das FBI hat seine Schiffe zum Pier gebracht. Wenn wir weiterkämpfen, wird das FBI das nutzen, um uns alle hinter Gitter zu bringen. "Der Krieg ist vorbei, Dante.“ „Wir können den Seaport nicht einfach aufgeben, Papa. "Wir haben mehr Männer als sie.“ Arthur schlug mit der Faust auf den Schreibtisch. „Wir verlieren Geld. "Unsere Männer sind in Schwierigkeiten.“ Er begann heftig zu husten. Er zitterte. Er wischte sich mit einem Taschentuch das Blut von der Lippe. Er sah seinen Sohn an. „Ich habe mich vor zwei Stunden mit Viktor Volkov getroffen. "Wir haben einen Friedensvertrag geschlossen.“ Dante gefiel das gar nicht. Ein Deal mit der Bratva kam einem Todesurteil gleich. „Wie lauten die Bedingungen? „Wir werden zusammenarbeiten. Wir kontrollieren den Warenverkehr. Sie kontrollieren die Lieferungen. Keine Kämpfe mehr. "Wir werden gemeinsam gegen das FBI vorgehen.“ Arthur holte tief Luft. „… Ein Vertrag auf Papier reicht nicht aus. Wir brauchen ein Pfand. "Ein Pfand, das nicht gebrochen werden kann.“ Dante wurde übel. „Nein.“ „Du wirst eine Volkov heiraten, Dante. Nächste Woche.“ Dante stieß ein düsteres, spöttisches Lachen aus und trat an den Schreibtisch heran. „Viktor Volkov hat keine Tochter, Dad. Er hat zwei Neffen, die blutrünstige Psychopaths sind, und eine Bande russischer Schlächter. "Wenn zum Teufel soll ich denn heiraten?"“ ​Arthur sah ihn mit absoluter, eiskalter Ernsthaftigkeit an. „Du wirst Fiona Volkov heiraten. "Viktors jüngste Nichte.“ Dante starrte seinen Vater an, während seine Gedanken rasend schnell kreisten. Fiona Volkov. Dieser Name tauchte in keinem der Geheimdienstberichte auf, die seine Männer über die Bratva zusammengetragen hatten. Die Volkovs hielten ihren inneren Kreis unglaublich eng, aber er kannte jeden Kapitän, jeden Soldaten und jeden Cousin. „Sie existiert nicht“, sagte Dante trocken. „Viktor hat keine Nichte. "Das ist eine Falle.“ „Sie existiert“, entgegnete Arthur, zog eine Manila-Mappe aus seiner Schreibtischschublade und schob sie über das polierte Holz. „Sie wurde seit ihrer Kindheit im Ausland gehalten, versteckt in Internaten und auf privaten Anwesen in Europa. Viktor hat sie aus den Familien Geschäften herausgehalten, um sie genau für diesen Zweck einzusetzen. Als politischen Spielball, wenn die Zeit reif ist. Sie ist gestern Abend in Boston angekommen.“ Dante schnappte sich die Mappe und riss sie auf. Darin befand sich ein einziges hochauflösendes Foto, aufgenommen am Logan Airport. Die Frau auf dem Bild war auffallend, fast ätherisch, doch ihre Haltung strahlte eine beunruhigende Kühle aus. Sie hatte langes, dunkles Haar, das in sanften Wellen über ihre Schultern fiel, eine markante, aristokratische Kinnlinie und blasse Haut. Sie trug einen maßgeschneiderten schwarzen Trenchcoat, die Hände tief in den Taschen vergraben. ​Doch es waren ihre Augen, die Dante innehalten ließen. Sie waren von einem leuchtenden, durchdringenden Smaragdgrün – völlig unbeeindruckt von den Blitzlichtern des Flughafens oder den stämmigen Bratva-Wachen, die sie umringten. Sie wirkte weniger wie eine beschützte Mafiaprinzessin, sondern eher wie ein Raubtier, das einen neuen Käfig musterte. „Fiona“, murmelte Dante und fuhr mit dem Daumen über den Rand des Fotos. „Sie sieht aus, als würde sie mir lieber die Kehle durchschneiden, als vor einem Altar zu stehen.“ „Dann solltest du besser auf der Hut sein“, sagte Arthur und lehnte sich schwer gegen den Schreibtisch. „Die Hochzeit findet in sieben Tagen in St. Patrick’s statt. Die Bratva wird dort sein. Unsere gesamte Familie wird dort sein. Wenn du dich weigerst, bricht das Clover-Syndikat zusammen, und ich werde dir persönlich wegen Hochverrats eine Kugel in den Kopf jagen, bevor das FBI uns zu Fall bringen kann. "Hast du mich verstanden, mein Sohn?"“ Dante blickte von dem verzweifelten, verblassenden Gesicht seines Vaters zurück auf das Foto von Fiona Volkov. Er spürte, wie sich die Falle um ihn schloss – ein vergoldeter Käfig, erbaut von zwei sterbenden alten Männern, die versuchten, ihre zerfallenden Imperien zu retten. Er wollte keine Frau. Er wollte schon gar keine russische Prinzessin, die wahrscheinlich schon beim Anblick von Blut weinte und ein Märchen erwartete. Doch als er in diese kalten, smaragdgrünen Augen auf dem Foto blickte, entfachte sich ein gefährlicher Funke in seiner Brust. Wenn die Bratva glaubte, sie würden ein Lamm zur Schlachtbank schicken, um das Fitzgerald-Imperium zu kontrollieren, dann irrte sie sich gewaltig. Dante warf die Mappe zurück auf den Schreibtisch, sein Gesicht verhärte sich zu einem Ausdruck aus reinem, unnachgiebigem Eisen. „Sag Viktor, er soll ihr Kleid bereit machen", sagte Dante, seine Stimme triefte vor Gift. „Ich werde sie vor dem Altar sehen. "Aber sag ihm, wenn sie aus der Reihe tanzt, wird ein Ehering sie nicht vor mir schützen.“

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