Kapitel 10

1040 Words

Das Erste, was Fenris bemerkte, als er aufwachte, war die Stille. Nicht die Stille des Gartens, sondern die Stille in seinem eigenen Kopf. Fünfundzwanzig Jahre lang war das Knurren seines Wolfes ein ständiger Hintergrundrhythmus für jeden seiner Gedanken gewesen. Es war ein Brüllen des Instinkts, ein Kompass aus Geruch und territorialer Wut. Jetzt war es verschwunden. Er fühlte sich leicht. Schrecklich, gefährlich leicht. Fenris setzte sich auf dem moosbewachsenen Ufer auf, seine Muskeln schmerzten mit einem dumpfen, menschlichen Pochen statt mit der vibrierenden Hitze der Erholung eines Gestaltwandlers. Er sah auf seine Hände. Sie waren ruhig, aber das schwache silberne Leuchten seiner Alpha-Adern war verschwunden. Er war nur noch ein Mensch. Neben ihm schlief Elara noch immer, ihr we

Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD