Kapitel 13

1330 Words

Die Luft am Ende der Welt war so dünn, dass es sich anfühlte, als würde man Glasscherben einatmen. Fenris stolperte, seine menschlichen Lungen brannten. Jeder Schritt auf dem zerklüfteten Obsidianpfad war eine Übung in purer, qualvoller Willenskraft. Ohne die Wärme seines Wolfes verwandelte die Kälte in der Höhe sein Blut in Matsch. Neben ihm war Elara wie eine flackernde Kerze in einem Hurrikan. Das goldene Licht in ihrem Leib war kein sanfter Puls mehr, sondern ein rhythmisches, forderndes Pochen, das lange, verzerrte Schatten auf den Schnee warf. „Fast ... da“, keuchte Fenris und fing Elara auf, als ihre Knie nachgaben. Der Höhleneingang ragte vor ihnen auf, ein zerklüfteter Riss im Gesicht des Berges, der nach altem Ozon und feuchter Erde roch. Aber als sie die Schwelle überschritte

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