Ich drücke meine Stirn an das kalte Fenster, der Nachtwind streift die Scheibe. Die Sterne sind stumm, leer, als wollten sie nicht miterleben, was ich gleich tun werde. Aiden steht hinter mir. Seine Präsenz ist beständig wie ein Anker, doch ich fühle mich hilflos. „Sturm …“, sagt er leise. „Erzähl mir, woran du dich erinnerst –“ Ich drehe mich um, die Augen weit aufgerissen, die Stimme angespannt. „Ich erinnere mich an Feuer und ihre Stimme. Sie rief mich bei einem Namen, den ich noch nicht kenne. Und an diesen Satz: ‚Was mit Blut geschrieben ist, kann die Zeit nicht auslöschen.‘ Es ist mehr als ein Rätsel. Es ist … ein Schlüssel.“ Er tritt näher. „Dann werden wir es gemeinsam aufschließen.“ Ich nicke, obwohl sich mein Magen vor Angst verkrampft. --- Wir verlassen den mondbeschienen

