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Beansprucht von kalten CEO

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Ein ganzes Jahr lang lebte Madelyn Blackwood wie ein Geist in ihrer eigenen Ehe. Gebunden an Arthur Greystone, den rücksichtslosen, kalten CEO, der sein Gesicht hinter einer silbernen Maske verbarg, ertrug sie seine Gleichgültigkeit, seinen ständigen Verdacht und das Gift seiner Hochadel-Familie. Sie kochte für ihn, wartete auf ihn und versuchte, ein Zuhause aufzubauen – nur um wie eine verdächtige Eindringlingin behandelt zu werden, die durch einen lieblosen Geschäftsdeal eingeschleust worden war.Als Madelyn entdeckt, dass ihre eigene Stieffamilie sie als Spielball benutzte, um das Vermögen der Greystones auszubeuten, bricht ihr Geist. Sie betritt Arthurs Arbeitszimmer mit einer einzigen Bitte: der Scheidung.Anstatt Freiheit zu bringen, entfacht ihre Forderung eine dunkle, furchterregende Besessenheit in Arthur. Ausgelöst durch die plötzliche Ankunft seines lang verlorenen Bruders und angetrieben von dem überwältigenden Drang, das einzufordern, was ihm gehört, weigert sich Arthur, sie gehen zu lassen. Er wirft die kalten Regeln ihres Vertrags über Bord, zerrt sie aus dem Schatten, zermalmt die Feinde, die es wagten, ihr wehzutun, und reißt die Mauern seines eigenen Imperiums nieder, um sie zu beschützen. Doch bevor Madelyn dem gefährlichen Milliardär jemals vertrauen kann, der sie für sich beansprucht, muss Arthur das Eine tun, das er noch nie für jemanden getan hat:seine Maske ablegen und seine dunkelsten Geheimnisse offenbaren.

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Kapitel 1: Der Preis der Scheidung
„Ich will die Scheidung.“ Sobald diese Worte Madelyns Mund verließen, erstarrte die Luft um sie herum, und ein kalter Schauer lief ihr den Rücken hinunter. Arthur hielt für einen Moment in all seinen Bewegungen inne, bevor er langsam die Augen von seinem Tablet hob. Die Kälte in seinen Augen war etwas, das Madelyn noch nie zuvor gesehen hatte. „Scheidung.“ Er spottete und legte das Tablet ab, um der gerissenen Frau vor ihm seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. „Hast du vergessen, dass du Teil eines Geschäftsdeals bist? Seit wann hast du das Recht, eine Scheidung zu fordern?“ Er lehnte sich zurück und machte es sich in seinem Sitz bequem. Ohne Eile ließ er seinen Blick über die Frau wandern, die vor ihm stand. Diese Frau sollte seine Ehefrau sein, aber sie hatten sich nicht einmal mehr als dreimal die Hand gehalten – und das alles nur wegen öffentlicher Auftritte, nichts davon aus eigenem Antrieb. Nach dem Unfall wollte Arthur nie heiraten, doch unter den ständigen Sticheleien und Drohungen seines Großvaters musste sein Dickkopf schließlich nachgeben. Er willigte ein, das Mädchen zu heiraten, das sein Großvater ausgewählt hatte, und sein Großvater enttäuschte ihn nicht. Auf den ersten Blick hielt er Madelyn für eine dieser schnöseligen, verwöhnten Gören, die er am meisten hasste. Er gab ihr seine Bankkarte in der Hoffnung, sie würde ihn nicht belästigen, wenn sie Geld zum Spielen hatte. Doch er hätte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein können. Sie belästigte ihn zwar nicht, aber sie wartete darauf, dass er von der Arbeit nach Hause kam. Sie wollte immer mit ihm zu Abend essen, manchmal ging sie sogar so weit, das Essen selbst zuzubereiten. Sie wollte der Beziehung eine Chance geben, doch Arthur vertraut niemandem so leicht. Er beobachtete jeden ihrer Schritte skeptisch und erwartete, dass sie als Gegenleistung für all die Fürsorge eine Forderung stellen würde – und er behielt recht. Nun stand sie hier vor ihm und bat um die Scheidung. Als er sah, dass sie nicht auf seine Worte antwortete, fügte Arthur hinzu: „Wenn du eine Scheidung willst, besorge zwanzig Milliarden Dollar, dann kann ich darüber nachdenken.“ Als Madelyn Arthurs gelassene Haltung sah, während er über ihre Scheidung sprach, durchfuhr ein Schmerz ihr Herz. Sie wusste, dass er sich weder um sie noch um ihre Ehe kümmerte, aber sie hatte nicht erwartet, dass er sie mit solch schneidenden Worten demütigen würde. Sie biss sich auf die Innenseite ihrer Wange, um die Tränen zurückzuhalten. Sie würde nicht vor ihm weinen. Gerade als sie sich umdrehte, um nach oben zu gehen, ertönte eine Stimme. „Hallo, großer Bruder.“ Eine tiefe Stimme, die Madelyn noch nie zuvor gehört hatte, hallte durch das Wohnzimmer. Madelyn drehte sich um, um den Eindringling zu betrachten. Dort, an der Schwelle des Wohnzimmers, stand ein Mann Ende zwanzig in lässigen Jeans und einem schwarzen Hoodie. Sein attraktives Gesicht war zu einem freundlichen Lächeln verzogen, das ein Grübchen in seiner linken Wange enthüllte. Seine waldgrünen Augen funkelten wie Smaragde. Selbst in dieser einfachen Kleidung sah er aus wie ein Model bereit für ein Fotoshooting. Als Arthur bemerkte, dass Madelyn den neuen Typen anstarrte, fühlte er sich unwohl. „Was machst du hier?“, hallte Arthurs kalte Stimme durch den Raum, getränkt mit etwas Dunklem, das sie nicht beim Namen nennen konnte. „Was ist das für eine Gastfreundschaft? Begrüßt du so deine Gäste, jetzt, wo du verheiratet bist?“, grinste der Jüngere weiter, während er seinem mürrischen älteren Bruder antwortete. „Ich bin hier, um meine Schwägerin zu treffen.“ Schwägerin? Madelyn wusste nicht, dass Arthur einen Bruder hatte. Niemand in der Familie sprach über ihn. Und sie hatte ihn in dem Jahr, in dem sie mit Arthur verheiratet war, kein einziges Mal gesehen. Doch als er sich ihr zuwandte, verschwand all der jugendliche Charme aus seinem Gesicht. Er wurde durch Sehnsucht und Sorge ersetzt. „Madelyn“, murmelte er. Warte eine Minute, woher kannte er sie? Sie wusste nicht einmal, wer er war! Woher wusste er ihren Namen? Madelyn kam nicht dazu, weiter darüber nachzudenken, als sich ein starkes Paar Arme um ihre schlanke Taille schlang und ihr Gesicht in einer harten, duftenden Brust vergraben wurde. „Wo warst du? Ich habe dich überall gesucht“, flüsterte eine verzweifelte Stimme in ihr Ohr, bevor sie abrupt aus der Umarmung gerissen und in eine noch stärkere gepresst wurde. Der Arm um ihre Taille war wie ein Band aus Stahl. Madelyn wurde von dem Schieben und Ziehen schwindelig und hielt sich an ihrem Peiniger fest, um sich zu stabilisieren. Als der Jüngere sah, wie Madelyn sich so an Arthur klammerte, fühlte er sich, als würde sein Herz wiederholt von einem scharfen Messer durchbohrt. „Was zur Hölle ist falsch mit dir?“, erklang Arthurs bedrohliche Stimme über ihrem Kopf. „Wie kannst du es wagen, meine Frau anzufassen?“ Als Madelyn hörte, wie Arthur sie seine Frau nannte, begann ihr Herz zu rasen. Arthur hatte sie selten als seine Frau vorgestellt, aber jedes Mal, wenn er es tat, durchströmte sie ein unerklärliches Gefühl von Schwindel. Diesmal war es etwas anderes als sonst. Sie konnte die Wut spüren, die in ihm aufstieg. War er eifersüchtig? Nein. Hör auf, eine Narren zu sein, Madelyn. Wie könnte er eifersüchtig sein? Hat er dich nicht vor einer Stunde noch gedemütigt, und jetzt denkst du, er ist eifersüchtig? Hör auf, so naiv zu sein. „Ich habe nur eine alte Freundin getroffen.“ Der Jüngere hob kapitulierend die Hände. Freundin? Madelyn kannte ihn nicht. Sie blickte auf, um den Mann noch einmal anzusehen, konnte sich aber nicht erinnern, ihn jemals getroffen zu haben. „Entschuldigung, aber ich kenne Sie nicht“, sprach Madelyn zum ersten Mal, seit der Vorfall begonnen hatte. Kaum waren die Worte aus ihrem Mund, machte der Jüngere einen eiligen Schritt nach vorne, um ihr auf die Sprünge zu helfen. „Madelyn. Ich bin es, Oliver. Wir haben früher immer in deinem Hof hinter dem Apfelbaum gespielt. Du hast immer deine Ananasbonbons mit mir geteilt. Wenn wir Schere, Stein, Papier gespielt haben und ich verloren habe, tat es dir leid und du hast deine Bonbons geteilt. Wir haben immer–“ „Es reicht!“, unterbrach ihn Arthur mitten im Satz. „Meine Frau hat gesagt, dass sie dich nicht kennt. Warum bist du also so versessen darauf, dich an die Frau eines anderen zu hängen?“ Sein Griff um Madelyns Taille festigte sich. „Maddy, erinnerst du dich wirklich nicht an mich?“, ignorierte Oliver seinen Bruder und hakte weiter nach. Der Spitzname aus Olivers Mund war wie Säure, die in Arthurs Ohren tropfte. Als Madelyn ihm antworten wollte, schaltete sich Arthur rasch ein: „Du warst hier, um deine Schwägerin zu treffen.“ Er betonte das Wort Schwägerin. „Jetzt, wo du sie getroffen hast, genieße noch etwas Frühstück, bevor du gehst. Deine Schwägerin und ich haben etwas zu besprechen, also entschuldige uns.“ Arthur hielt Madelyns Hand fest in seiner und zerrte sie nach oben in ihr eheliches Schlafzimmer – ein Raum, den keiner von beiden seit ihrer Hochzeitsnacht mehr betreten hatte. Er warf sie auf das Bett. Bis ins Mark erschüttert starrte Madelyn ihren Ehemann an, der bisher nichts als Gleichgültigkeit gezeigt hatte und nun so heftige Emotionen offenbarte. Arthurs bedrohlicher Blick durchbohrte ihre Haut. „Ist das der Grund, warum du um die Scheidung gebeten hast? Um deinen Jugendfreund ohne Altlasten zu treffen?“ Madelyn schüttelte heftig den Kopf und wies diese abscheulichen Anschuldigungen zurück. Sie war ihm während ihrer gesamten Ehe treu gewesen. Die Anschuldigungen fühlten sich wie eine Ohrfeige an. „Wie ich schon sagte, ich kenne ihn nicht. Ich treffe ihn heute zum ersten Mal.“ Nachdem sie ihre Fassung wiedererlangt hatte, blickte Madelyn ihren gekränkten Ehemann an. „Das sollte auch besser so sein.“ Damit drehte er sich um, um zu gehen. Doch bevor er die Tür öffnete, hielt er inne und sagte, ohne sich zu ihr umzudrehen: „Ich will, dass du dich heute Abend bereit machst und im Schlafzimmer auf mich wartest.“ Arthurs Stimme war flach, sein Gesicht blieb ausdruckslos und seine gewohnte Maske der Gleichgültigkeit war wieder an ihrem Platz. Derweil blieb Oliver unten im Wohnzimmer wie angewurzelt stehen. Sein Blick war fest auf Madelyns kämpfende Gestalt gerichtet, seine Fäuste an den Seiten geballt. „Das Frühstück ist fertig, Herr Miller“, sagte eine Dienstmagd höflich, doch Oliver war nicht in der Stimmung, das verdammte Frühstück zu essen. Mit schnellen Schritten verließ er das Oakwood-Anwesen. Seine Gedanken rasten im Akkord. Er hätte sich nie erträumt, Madelyn hier im Haus seines Bruders als dessen Frau wiederzusehen. Er hatte sich oft mit dem Gedanken gequält, dass sie vielleicht verheiratet sein könnte, aber die Realität war eine völlig andere Sache. Seine Vorstellung nun als Realität zu sehen, tat verdammt weh. Der Schmerz des Liebeskummers war so stark, dass er ihn tief in seiner Brust spürte. Er saß in seinem Auto, hielt sich die Brust und hatte einen entschlossenen Glanz in den Augen. Madelyn konnte ihn nicht vergessen haben. Er würde nicht zulassen, dass das geschieht. Mit einem letzten Blick auf ihr Schlafzimmerfenster fuhr er davon.

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