Annelieses Perspektive „Es ist mir egal, wo du bist – ich will dich in zehn Minuten sehen!“, knurrte Adolf ins Telefon. Dann endete der Anruf. Ich wandte mich sofort Niclaus zu. „Was soll ich tun? Er darf nicht wissen, dass wir zusammen sind!“, geriet ich in Panik. Ich geriet nicht meinetwegen in Panik – ich hatte Angst um Amalia. Adolf hatte sie mir zur Seite gestellt, um ihm alles zu berichten, was ich tat, aber sie war mir gegenüber loyal geworden, als sie merkte, wie gut ich sie behandelte. Seit fast zwei Jahren hat sie nichts mehr gemeldet. Adolf könnte das als Gelegenheit nutzen, sie zu bestrafen oder – schlimmer noch – sie töten zu lassen. „Ich kann mein Dienstmädchen nicht reinziehen, Niclaus. Denk dir etwas aus, bitte.“ Die Verzweiflung in meiner Stimme war unüberhörbar. „Gib

