Kapitel 6

1031 Words
„Ich werde dir nicht wehtun“, sagte er rau. „Nie.“ Elena nickte. Dann küsste er sie. Der Kuss begann langsam. Seine Lippen waren warm, fest, fordernd. Doch er hielt sich zurück. Er ließ ihr Zeit. Er ließ sie schmecken. Er ließ sie entscheiden. Elena seufzte in seinen Mund. Ihre Hände glitten über seine nackte Brust. Die Muskeln unter ihrer Berührung spannten sich an. Er war so heiß. So lebendig. Der Kuss vertiefte sich. Zack hob sie hoch, trug sie zum Lager. Er legte sie auf die Felle, ohne den Kuss zu unterbrechen. Seine Zunge fand ihre. Spielte. Erforschte. Elena keuchte leise. Seine Hände wanderten über ihren Körper. Langsam. Geduldig. Er zog an den Bändern ihres Kleides. Stoff glitt über Haut. Kälte und Hitze zugleich. Bald lag sie nackt vor ihm. Zack hielt inne. Er sah sie an. Wirklich an. „Du bist wunderschön“, flüsterte er. Elena errötete. Niemand hatte sie je so angesehen. Er beugte sich hinunter. Küsste ihren Hals. Genau über dem neuen Mal. Elena bog sich ihm entgegen. Ein leises Stöhnen entkam ihr. Seine Lippen wanderten tiefer. Über ihr Schlüsselbein. Über die sanften Rundungen ihrer Brüste. Er nahm eine Spitze in den Mund. Saugte sanft. Elena schrie leise auf. Ihre Finger gruben sich in sein Haar. Zack wanderte weiter. Über ihren Bauch. Tiefer. Als seine Zunge zwischen ihre Schenkel glitt, erstarrte Elena. „Zack...“ „Vertrau mir“, murmelte er gegen ihre Haut. Und sie vertraute. Seine Zunge war geschickt. Geduldig. Er leckte langsam, kreisend, dann schneller. Elena wand sich. Ihre Hüften hoben sich ihm entgegen. Das Band pulsierte im Takt ihrer Lust. Es verstärkte alles. Jede Berührung fühlte sich zehnfach intensiver an. Sie kam das erste Mal mit einem Schrei. Ihr Körper bäumte sich auf. Wellen von Hitze rollten durch sie hindurch. Zack hielt sie fest. Ließ nicht los. Leckte weiter, bis sie zitterte und bettelte. Dann kam er hoch. Sein Körper bedeckte ihren. Haut an Haut. Hitze an Hitze. Er küsste sie wieder. Sie schmeckte sich selbst auf seinen Lippen. Es war schamlos. Es war perfekt. „Sag mir, dass du das willst“, flüsterte er. „Ich will dich“, hauchte sie. „Ganz.“ Zack positionierte sich. Die Spitze seines Gliedes drückte gegen ihren Eingang. Er war groß. Sehr groß. Elena spürte einen Hauch von Angst. Doch das Band beruhigte sie. Es flüsterte: Er gehört dir. Du gehörst ihm. Langsam drang er ein. Elena keuchte. Es dehnte. Es brannte. Doch es war ein gutes Brennen. Ein willkommenes. Zack hielt inne, als er ganz in ihr war. Er zitterte vor Anstrengung, sich nicht zu bewegen. „Alles in Ordnung?“, fragte er rau. Elena nickte. Tränen liefen über ihre Wangen. Nicht vor Schmerz. Vor Überwältigung. „Beweg dich“, flüsterte sie. Und er bewegte sich. Zuerst langsam. Tief. Jeder Stoß war kontrolliert. Doch je länger es dauerte, desto mehr verlor er die Kontrolle. Seine Stöße wurden schneller. Härter. Tiefer. Elena klammerte sich an ihn. Ihre Nägel kratzten über seinen Rücken. Sie keuchte bei jedem Eindringen. Das Band sang jetzt so laut, dass es in ihren Ohren dröhnte. Zack knurrte. Ein animalisches Geräusch. Er packte ihre Hüften. Hob sie an. Drang noch tiefer. „Du fühlst dich... so gut an“, keuchte er. Elena konnte nicht mehr sprechen. Nur noch fühlen. Ein zweiter Höhepunkt baute sich auf. Schneller. Stärker. Zack spürte es. Er beugte sich hinunter. Seine Zähne streiften das Mal. „Komm für mich“, knurrte er. Und sie kam. Ihr Körper zog sich um ihn zusammen. Wellen um Wellen. Sie schrie seinen Namen. Zack folgte ihr. Er stieß ein letztes Mal tief hinein. Sein Körper spannte sich. Ein tiefes, raues Stöhnen entkam ihm. Heißes Pulsieren füllte sie aus. Er brach über ihr zusammen. Schwer atmend. Schweißbedeckt. Lange lagen sie so. Verbunden. Eins. Das Band summte zufrieden. Schließlich rollte Zack sich zur Seite. Doch er zog sie sofort an sich. Ihre Köpfe lagen auf einem Fell. Seine Hand strich sanft über ihren Rücken. „Es tut mir leid“, flüsterte er plötzlich. Elena hob den Kopf. „Was?“ „Dass ich so lange gebraucht habe, um dich zu finden. Dass ich zuerst Lima wollte. Dass ich... grausam war.“ Elena legte einen Finger auf seine Lippen. „Jetzt bist du hier.“ Er küsste ihre Fingerspitzen. „Ich werde dich nie wieder loslassen.“ Elena lächelte schwach. „Versprich es.“ „Ich verspreche.“ Doch draußen heulte der Wind lauter. Und irgendwo in der Ferne... hörte man Hundegebell. Viktors Rudel. Sie kamen. Zack setzte sich auf. Seine Augen wurden wieder silbern. „Sie geben nicht auf.“ Elena setzte sich ebenfalls auf. Das neue Mal glühte warm. „Dann kämpfen wir.“ Zack sah sie an. Stolz. Liebe. Und etwas Dunkles. „Zusammen.“ Sie nickten. Und während der Sturm tobte und die Jäger näher kamen, wussten sie beide: Das war erst der Anfang. Das wahre Rudel würde sich neu formen. Und sie würden diejenigen sein, die es führten. Oder untergingen. Der Sturm hatte sich in einen lebendigen Feind verwandelt. Schnee fiel nicht mehr einfach vom Himmel, er wurde geschleudert, als wollte er die Welt selbst zerreißen. Elena spürte jeden einzelnen Kristall wie kleine Nadelstiche auf ihrer nackten Haut, obwohl Zack sie mit seinem Körper abschirmte. Er hatte sie wieder hochgehoben, kaum dass das ferne Bellen der Hunde durch den Wind zu ihnen gedrungen war. Jetzt rannte er mit ihr durch die Dunkelheit, seine Schritte so sicher, als würde der Wald ihm gehören. Das neue Mal auf ihrer Schulter brannte nicht mehr nur warm. Es pulsierte im Takt seines Herzschlags. Jedes Mal, wenn seine Füße den Boden berührten, spürte sie einen Ruck durch ihren Körper gehen, als würde das Band sie mit ihm verschweißen. Ihre Beine hingen schlaff über seinem Arm, doch sie fühlte sich nicht hilflos. Sie fühlte sich lebendig. Gefährlich lebendig. „Wie weit sind sie?“, fragte sie leise, den Mund nah an seinem Ohr. „Zu nah“, knurrte er. „Aber sie sind zu langsam. Der Schnee verschluckt ihren Geruch. Und sie kennen diesen Teil des Waldes nicht so wie ich.“
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