Die folgenden Wochen waren neu. Nicht einfach – neu und einfach sind zwei völlig verschiedene Dinge, sondern neu und von einer Qualität, die man nur als erfrischend beschreiben konnte. Als wäre eine Jahreszeit vergangen und mir erst jetzt bewusst geworden, wie lang der Winter gewesen war. Wir trafen uns nicht nur mittwochs. Keine bewusste Entscheidung, kein Plan unsere Kaffeetreffen wurden häufiger, dann Abendessen, dann ein Sonntagmorgen auf dem Markt, dann ein Konzert, zu dem Kael zwei Karten hatte und mich einlud, und zu dem ich ohne zu zögern zusagte. Wir erkundeten die Stadt wie zwei Menschen, die langsam lernten, Seite an Seite zu gehen. Nicht Hand in Hand Kael war alles andere als ein Mann großer öffentlicher Gesten –, sondern gemeinsam, mit einer Präsenz füreinander, die mir aufric

