Es war der fünfte Mittwoch, als Kael mich zum ersten Mal berührte. Nicht romantisch. Nicht annähernd sanft. Es war eine Berührung so beiläufig wie ein Atemzug. Er strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die mir beim Sprechen ins Gesicht gefallen war. Seine Finger streiften meine Schläfe, weniger als eine Sekunde lang. Weniger als ein Herzschlag. Weniger als ein Atemzug. Seine Hand zog er zurück, als hätte er sich verbrannt. Sein Gesicht war ruhig. Seine Augen … diese grauen Winteraugen verrieten ihn für einen Augenblick. Dann sagte er: „Tut mir leid.“ „Schon gut.“ Wir sagten nichts mehr. Der Satz, den ich eben noch gesagt hatte … irgendetwas über mein Buchprojekt und die kleine Mädchenfigur, die ich nicht so recht fassen konnte … er verstummte. Dann räusperte sich Kael leise und frag

