Wir waren im Juni dort. Natürlich nicht auf einer der berühmten Inseln; Kael hatte wie immer recherchiert und eine weniger besuchte, kleinere Insel gefunden, auf der das Licht genau die Qualität hatte, die er mir vor Monaten beschrieben hatte: ein klares, direktes Licht ohne diesen trüben Dunst, der in nördlicheren Breiten immer präsent ist; ein Licht, in dem Schatten scharf und Farben rein sind und die Welt klarer zu erfassen ist als sonst. Und genau dieses Licht war es. Wir wohnten in einem kleinen Haus an der Ostseite der Insel, mit weißen Wänden und blauen Fensterläden, von dessen Terrasse man direkt aufs Wasser hinausblickte. Das Wasser hatte ein Blau, wie man es in kälteren Ländern üblicherweise damit verbindet, kein Graugrün wie das des Atlantiks oder ein trübes Grau wie das der Nor

