Kapitel vierundachtzig

1558 Words

Draußen auf der Straße ging das Stadtleben seinen gewohnten Gang, die Stadt bewegte sich, atmete und entfaltete sich in ihrer ganzen Komplexität, ungeachtet der zwei Menschen, die sie aus dem dritten Stock beobachteten. Der Kastanienbaum trug sein volles Sommerlaub, seine dunklen, dichten Blätter warfen Schatten auf das Pflaster. Wir betrachteten ihn gemeinsam. Ganz selbstverständlich. Ohne Worte. Das war die Reife des Sehens, jenseits der damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Jenseits der Unannehmlichkeiten, einander anzusehen. Jenseits der Unannehmlichkeiten, erkannt zu werden, ohne Angst davor zu haben. Jenseits der Unannehmlichkeiten eines offenen Fensters und des Sehens, ohne noch etwas zu fürchten, was das Sehen zu bieten hätte. Das Baby kam an einem Mittwochmorgen Ende Juli zur Wel

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