Kapitel Neunundsechzig

805 Words

Ich wachte am nächsten Morgen auf und trug den Ring immer noch. Das ist doch klar. Natürlich trug ich ihn noch. Wo denn sonst? Aber irgendwie, als ich aufwachte, hinunterblickte und ihn da sah, auf meiner Hand auf meinem Kissen im frühen Morgenlicht, das durchs Fenster fiel, fühlte er sich realer an als am Abend zuvor, in all seiner Vollkommenheit und Wärme. Er fühlte sich jetzt real an. Er hatte Grenzen. Er existierte in der Welt, so wie der Kastanienbaum, der Stuhl, die Bibliothek, die Bücher und all die Dinge, die wir in den zwei Jahren unserer Beziehung geschaffen, gefunden und aufgebaut hatten. Ich lag einen Moment da und betrachtete ihn. Kael schlief neben mir. Er lag auf der Seite, wie immer. Er sah mich an. Das war mir von Anfang an aufgefallen. Ich hatte nichts gesagt. Man sprich

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