Als ich an diesem Mittag nach Hause kam, stand die Sonne bereits hoch am Himmel und warf lange Schatten der Villa über den gepflegten Rasen. Ich hatte die Akte bereits Rico übergeben, der mich kurz ansah, sein gewohnt undurchdringlicher Ausdruck verbarg, welche Gedanken ihm vielleicht durch den Kopf gingen. Ich blieb stehen, Neugier nagte an mir. „Was ist da drin?“, fragte ich, unfähig, die Schärfe in meiner Stimme zu verbergen. Rico hob eine Augenbraue, sein Ausdruck zuckte fast unmerklich, als wüsste er, dass die Frage sinnlos war. „Nichts Wichtiges“, sagte er mit einem schiefen Grinsen. „Nur ein paar Unterlagen. Professor Kanes tägliche Angelegenheiten. Du würdest es nicht verstehen.“ Ich runzelte die Stirn, Hände in die Hüften gestemmt, aber Rico lachte nur und verschwand den Flur hi

