Giovannis Perspektive Ich warf erneut einen Blick auf die Wanduhr — schon zum gefühlt zehnten Mal an diesem Abend. Die goldenen Zeiger zeigten halb eins, aber das Haus war still, fast unheimlich leer. Das Ticken hallte durch das weite Wohnzimmer wie kleine Schritte in meiner Brust. Gray war nicht zu Hause. Keine Anrufe, keine Nachrichten – nichts. Ein Unbehagen schnürte mir den Magen zusammen. Noch nie war er so spät ausgeblieben, ohne mir Bescheid zu sagen. Er rief immer an. Immer. Und wenn er mich nicht erreichen konnte, dann tat Andrew es — oder Mitchell. Ich versuchte, die Sorge abzuschütteln, doch die Stille machte sie nur intensiver. Das Personal war längst schlafen gegangen, und das einzige Licht kam vom schwachen Schimmer des Kronleuchters über mir. Ich starrte auf das Telefon

