Kapitel Einundsechzig

838 Words

Grays Perspektive Das Morgenlicht schlich sich durch die Vorhänge – weich und golden – und streifte mein Gesicht wie eine leise Erinnerung daran, dass die Nacht endlich vorbei war. Ich blinzelte dagegen an, mein Kopf noch schwer von all dem, was gestern geschehen war – dem Zorn, der Auseinandersetzung, den Worten, die ich wie Messer geworfen hatte, obwohl ich sie nicht so gemeint hatte. Giovanni schlief noch neben mir, ihr Atem ruhig und gleichmäßig. Sie sah friedlich aus – zu friedlich – und Schuldgefühle schnürten mir die Brust zu. Ich hatte sie erschreckt, das wusste ich. Auch wenn sie versuchte, stark zu wirken, hatte ich es in ihren Augen gesehen – die Sorge, die Angst, die Erschöpfung, ständig unter meinem Schatten zu leben. Langsam richtete ich mich auf und fuhr mir mit der Hand

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