Hannah ist meine Stief—

1093 Words
Alexander „Ihr verarscht mich doch!“ Ich drehe mich um und ignoriere die Rufe meines Vaters einfach. Scheiß drauf. Ich balle die Faust so fest, dass der Zorn wie Feuer durch meine Venen schießt, während ich in mein Zimmer zurückstürme. Meine Nägel graben sich tief in meine Handfläche, aber es ist mir egal. Der Schmerz ist nichts im Vergleich zu dem Verrat meines Vaters. Was hat er gedacht, was passieren würde, wenn er mich dazu bringt, seine Hure willkommen zu heißen? Eine verdammte Umarmung? Ich stelle mich taub gegenüber seinem Gebrüll, in dem er meinen Namen ruft. Er kann seine neue Familie ohne mich haben – mit Hannah und ihrer Mutter zusammen Nichts hätte mich auf das Gesicht dieser Streberin vorbereiten können, die mir den Abend ruiniert hat, jetzt hier — in meinem Haus. Ihre Mutter ist die Schlampe, die mich meine eigene Familie gekostet hat. Ihr Gesicht hat sich mir ins Gedächtnis gebrannt, seit dem Tag, an dem ich sie beide beim Herummachen erwischt habe. Ich hasse sie. Ich renne die Treppe hinauf und schlage die Tür zu meinem Zimmer so hart zu, dass das Echo durch das Schloss hallt. Mein Kopf ist ein verdammtes Chaos. Ich brauche Alkohol … richtig besoffen werden und vergessen, dass das jemals passiert ist. Ich wäre immer noch auf der Party, wenn Hannah mir nicht den Abend versaut hätte. Verdammte Streberin. Ich hätte niemals meinen Trieben erlauben dürfen, für mich zu denken, als ich ins Wasser sprang, um sie zu retten. Das war alles, sage ich mir. Die einzige halbwegs vernünftige Erklärung für dieses verdammte Verlangen, das ich verspüre, wenn ich in ihrer Nähe bin. Ich atme schwer, während ich rastlos durch mein Zimmer laufe und verzweifelt nach irgendeinem versteckten Bier suche. Alles, was ich finde, sind leere Flaschen, die ich vergessen hatte aufzufüllen. „Scheiße! Scheiße! Scheiße!“ knurre ich und schlage wütend gegen die Wand. Meine Knöchel platzen auf, rote Flecken spritzen auf die weißen Wände, als meine Faust einschlägt. „Alexander!“ Meine Tür fliegt auf, und die tiefe Stimme meines Vaters füllt den Raum. „Wie kannst du es wagen, mich vor unseren Gästen zu demütigen?“ Meine Augen weiten sich, mein Herz rast heftig in meiner Brust. „Du meinst deine Hure und ihre verdammte Tochter“, knurre ich. Vater kommt näher, die Arme ausgestreckt, bereit zuzuschlagen. Doch er hält mitten in der Bewegung inne. Ich sehe die Anspannung seiner Muskeln, wie er sich mit aller Kraft zurückhält. Sein Kiefer ist so fest zusammengepresst, dass ich seine Zähne knirschen höre. „Los, schlag mich doch, Vater. Schlag mich!“ Ich stoße schwere Atemzüge aus und wische das Blut von meinen verletzten Knöcheln an meiner Jeans ab. Mein Vater starrt mich einen langen Moment schweigend an und atmet dann laut aus. Seine Augen sind weicher als noch vor wenigen Sekunden. „Mach dich sauber, Sohn, und komm zum Abendessen“, sagt er. Seine Stimme ist jetzt ruhig. „Ich will nicht—“ „Das ist keine Bitte, Alexander.“ Mein Vater verschwindet aus meinem Zimmer, bevor ich weiter widersprechen kann. Die Schnitte an meinen Knöcheln beginnen zu pochen, als ich wieder klarer werde. Blut tropft von meinen Fingern. Ich fluche leise, während ich ins Badezimmer schleiche, um Pflaster zu holen. Als ich den Erste-Hilfe-Kasten vom obersten Regal ziehe, stelle ich fest, dass er leer ist — was mich nur noch wütender macht. Ich verlasse das Gäste-Badezimmer gegenüber meinem Zimmer und finde glücklicherweise ein paar Pflaster. Aber ich bin zu sehr ein Wrack für nur Pflaster. Ich brauche ein kaltes Bad, um die Spannung in meinen Knochen zu lösen, um mein System wieder in einen Zustand zu bringen, der irgendwie nach Ruhe aussieht. Es wird meine Ausrede sein, um nicht zu ihrem verdammten Abendessen zu erscheinen. Entschuldigung, Vater, ich blute gerade aus. Deine Schuld, dass ich die Beherrschung verloren habe. Ich reiße hastig meine Kleidung ab und steige in die Wanne. Als die kalten Tropfen auf meiner Haut aufschlagen, ersetzt das Schaudern die Wut in meinen Adern. Ich keuche vor Schock, lasse alles betäuben – Wut, Verrat, dieses verwirrende Verlangen nach Hannah, das ich mich weigere zuzugeben. Ich ertrinke mich lange in diesem Gefühl, bevor ich entscheide, dass ich sauber genug bin – obwohl kein Wasser der Welt wegwaschen kann, was ich heute Nacht gesehen habe. Das Gesicht der Frau, die meine Familie zerstört hat. Und dank meines verdammten Vaters bin ich in diesem blöden Haus mit ihr gefangen. Ich greife nach dem weißen Handtuch und wickele es um meine Hüfte, als ich aus der Wanne steige. Ich starre auf mein Spiegelbild, überlege, länger zu bleiben, nur um dem Abendessen zu entgehen, als sich die Tür quietschend öffnet. Ich drehe mich um und sehe Hannah. Meine Augen weiten sich vor Überraschung. Was macht sie hier? Sie ist genauso wie ich wie eingefroren an Ort und Stelle. Ihre blauen Augen starren mich an, etwas Ungezügeltes darin. Sie trägt eine blaue Jeans, die ihre Kurven betont, und ein pinkes Crop-Top, das ihren Bauchnabel frei lässt. Ihre Brüste sind perfekt geformt, als könnte ich sie in meiner Faust halten, wenn ich nur könnte. Scheiße. Ich habe schon über mehr Dinge nachgedacht, als sie nur zu halten. Wie sie in meinem Mund schmecken würden. Wie sie schmecken würde. Himmel? Honigwabe? Oder beides? Sie presst ihre Beine zusammen, als sie bemerkt, dass ich ihre schlanken Kurven anstarre. Mein Schwanz zuckt bei dem Anblick. Und alles, woran ich denken kann, ist, wie ihre Wände sich eng um meinen Schwanz schließen würden. Diese Gedanken sollte ich nicht haben … ich sollte sie nicht wollen. Ich richte meinen Blick wieder auf ihre Augen. Die Unschuld darin lässt mich sie völlig zerstören wollen. Sie brechen, bis sie mein verdammtes Chaos ist. Die Dinge, die ich mit ihr machen würde … Kleine Sommersprossen breiten sich über ihre Wangen aus. Ihre Lippen sind rund und prall. Ich stelle mir vor, sie wieder zu schmecken. Mein Schwanz ist hart, während ich sie beobachte, wie sie ein kleines Stück ihrer Lippe beißt. Ihre Augen wandern von meinen ab. Verdammt, Alexander. „Es tut mir leid, ich–“ „Schau, wen wir hier haben, die Tochter der Ehebrecherin.“ „Ich habe einen Namen“, schnippt sie zurück. „Sie ist…“, grinse ich, will sie mehr, als je zuvor. Ich mache einen Schritt nach vorn, um sie daran zu erinnern, wer ich bin. Meine überwältigende Größe scheint zu wirken, als ihre Lippen zu zittern beginnen. „Erinnere dich daran, wer du bist, Streber.“ Ich werde ihr Verderben sein.
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