Ein kühler Wind fegte die Straßen Innsbrucks. Ungastlich, zugeknöpft, wie in Angst geduckt, lag die Stadt am grauen Inn. Die Läden waren meist geschlossen, die Fenster verhängt. Die Menschen schlichen aneinander vorüber. Es waren schlimme Tage, und jeder Morgen brachte aufregende Zeitung. Niemand wusste, was bevorstand. Gutes sicherlich nicht. Es war leicht, Wohnung zu bekommen. Die Herbergen standen leer. Im Goldenen Adler konnte Peter sich sein Zimmer aussuchen. Die Gaststuben freilich, die waren voll von schreienden und auftrumpfenden Landstürmern und solchen, die es zu sein vorgaben. Verwegene, gar nicht tirolerische Gesichter, Mundarten, die nicht dem Lande eigen waren. Scheu und bedrückt saßen ein paar Bürger in den Ecken und sprachen leise und kummervoll miteinander. Der Wirt schi

