"Warum acht?" fragte sie. Ich starrte sie an. "Was?" "Warum ist das die Erinnerung, die geblieben ist." Sie legte das Tablet weg. "Nicht sieben. Nicht neun. Acht. Was war an diesem Abend anders?" Mein Mund öffnete sich. Schloss sich wieder. Niemand hatte das je gefragt. In all den Jahren, in all den Nächten, in denen diese Erinnerung an die Oberfläche geschwommen war, hatte nie jemand gefragt, warum es genau dieses Mal war. Was davor gewesen war. Was ich gedacht hatte, bevor die erste Peitsche fiel. Das war das einzige Mal, dass ich mich an meinen Bruder Lucas gewendet hatte. Der einzige Moment, in dem ich geglaubt hatte, jemanden zu haben. Lucas hatte damals geschwiegen. Er hatte geschwiegen und Vater hatte es trotzdem gewusst, und ich hatte nie wieder jemanden um Hilfe gebeten. Di

