Kapitel 15: Dort, wo das Gedächtnis blutet

1001 Words

Jason Die Kälte des Morgens beißt in meine Haut, während ich die Riemen meines Rucksacks festziehe. Freya hat noch kein Wort gesagt, aber ich spüre ihre Nähe ganz nah. Sie beobachtet mich. Ich ahne es aus der Spannung, die jetzt zwischen uns besteht. Eine Spannung aus Schatten, unausgesprochenen Worten und Flammen, die man nicht benennen kann. Wir brechen bei Tagesanbruch auf, wie geplant. In Stille. Die Wälder um uns herum scheinen schwerer, dichter als je zuvor. Jeder Schritt, den wir machen, bringt uns näher zu dem Ort, den sie „Heiligtum“ nennt, der für mich jedoch wie eine Falle klingt. Zu viele Erinnerungen, zu viele Geschichten vermischt mit dem Staub der Steine. Ich gehe voran, aus Gewohnheit, aber ich bin nicht wirklich da. Ich gehe die Worte durch, die ich ihr am Vortag gesag

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