Jason Freya schläft. Endlich. Ihre Augenlider zucken manchmal noch, als ob selbst der Schlaf sie nicht in Ruhe lassen will. Ihr Körper ist an meinen geschmiegt, zerbrechlich in seiner zurückgewonnenen Stärke, brennend vor fieberhafter Wärme. Ich halte einen Arm um sie, den anderen auf meiner Klinge. Die Mondquelle leuchtet noch schwach hinter uns. Sie erlischt nie wirklich, haben mir die Alten gesagt. Das schwarze Wasser trägt die Spuren jedes Rituals, das in ihrem Inneren vollzogen wurde. Aber heute Abend ist es anders. Etwas hat sich verändert. Freya ist frei. Und das macht mir genauso viel Angst wie es mich erleichtert. Ich kann nicht schlafen. Ich kann nicht. Mein Geist wälzt die Pläne, die Gefahren, die möglichen Wege. Und ein Bild kommt immer wieder: der Blick von Alistair,

