Episode twenty six

1245 Words

Lea Thomas stand neben mir im grauen Morgenlicht. Seine Anwesenheit war auf eine Weise beunruhigend, die ich nicht genau beschreiben konnte. Wir standen schon gefühlt ewig schweigend da und starrten beide auf die kahlen Rosensträucher, als enthielten sie Antworten auf Fragen, die keiner von uns stellen wollte. Der Nebel begann sich zu lichten, fahles Oktoberlicht brach durch die Wolken, und irgendwo im Haus hinter uns regte sich das erste Morgengeräusch. Wasser rauschte durch alte Rohre. Türen öffneten und schlossen sich. Das ferne Klappern von Margit, die in der Küche das Frühstück vorbereitete – dieselben Geräusche, die jeden Morgen meiner Kindheit geprägt hatten. „Kalt heute Morgen“, sagte Thomas schließlich und durchbrach die Stille. „Ja.“ „Man sagt, es könnte später regnen. Ein St

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