Kapitel Vierundzwanzig Mama und ich stehen von Angesicht zu Angesicht neben einer Autobahn und schauen uns wie zwei Revolverhelden in einem Erdenwestern in die Augen. »Ich werde dich nicht in mir träumen lassen«, sagt Mama entschlossen. Ich neige meinen Kopf. »Wirst du nicht?« »Nein«, sagt sie, aber ihr Selbstvertrauen schwindet. »Ich werde dich mit allen nötigen Mitteln aufhalten.« »Wirklich?« Mamas Fäuste ballen sich. »Eher würde ich sterben.« Ich rolle mit den Augen. »Findest du nicht, dass das stark übertrieben ist?« »Ich meine es ernst.« Sie blickt auf die Straße, dann sieht sie mich wieder an. »Ich springe unter das erste Auto, das mir in die Quere kommt.« Ich glaube ihr nicht. Sie springt. Ich höre auf zu atmen. Das Auto rammt sie. Sie macht Purzelbäume in der Luft und

