Der Morgen kam langsam über Berlin. Ein blasses Licht kroch zwischen die hohen Gebäude der Stadt und spiegelte sich in den Fenstern der verlassenen Straßen. Maia hatte kaum geschlafen. Seit Stunden saß sie am selben Platz, das Handy in der Hand, die Augen auf den Bildschirm gerichtet. Der silberne Punkt war noch immer da. Er bewegte sich nicht. Doch genau das machte Maia nervös. Leon kam aus der kleinen Küche des Gebäudes zurück und stellte eine Tasse Kaffee neben sie. „Du starrst seit fünf Stunden auf dieses Ding.“ Maia nahm die Tasse, ohne den Blick vom Bildschirm zu lösen. „Er beobachtet uns.“ Leon setzte sich gegenüber von ihr. „Oder er sammelt Daten.“ Maia schüttelte den Kopf. „Es fühlt sich anders an.“ Leon seufzte. „Du sagst ständig, dass es sich anders anfühlt.“ Maia

