Richard schickte die Drachen, die auf ihn geflogen kamen in Markus Richtung. Die unbeschreibliche Kälte, die diese Drachen mit sich brachten, schwächten ihn. Einer von ihnen biss in seinen Umhang und riss ihn von seinem Körper. ,,Sehr gut. Umhänge gehören nicht zu den Magiern", rief Richard. Der Drache flog mit dem Umhang in die Luft und ließ ihn fallen. Dann flog er über ihn, wodurch sich eine starke Eishülle um den Umhang legte.
Markus hatte von dem Aufprall auf dem Boden starke Kopfschmerzen. Die Kälte war nicht mehr auszuhalten. Richard stellte sich nun neben der Frau mit den schwarzen Haaren und der grünen Strähne. Sie kniete sich neben ihn und legte seinen Kopf auf ihren Schoß. ,,Es wird alles gut", flüsterte sie. ,,Du wirst es überleben." Der Regen prasselte unerbittlich auf ihn nieder. Richard legte seine Hand auf Amelies Schulter. ,,Ich bin sehr enttäuscht", rief er. ,,Dass du dich für so jemand gegen mich stellst." Amelie legte Markus Kopf auf ihren Schoß. Er schloss die Augen, denn bei ihr fühlte er sich sicher. Amelie hielt mit einer Hand seine eiskalte Hand. Mit der anderen ergriff sie ihren grünen Zauberstab. Sie zeigte mit dem Stab auf Markus Bauch, der fast ganz frei lag. Sein Körper war übersät von unzähligen Wunden. Sie zitterte mit ihrer Hand. Die Kälte machte ihr zu schaffen. Amelie schaute eine Weile auf die Wunden und bewegte ihren Zauberstab. Doch es passierte nichts. Sie zitterte immer mehr mit der Hand. Für einen Augenblick ließ sie seine Hand los und strich sich durch die Haare. Dann hielt sie Markus noch fester und schluchzte. Sie wusste nicht mehr, wie man zauberte. Sie musste unbedingt handeln, um ihn zu retten. Doch sie wusste nicht mehr, was sie tun sollte. Ihr war alles zu viel.
,,Du weißt, dass ich viel stärker bin als du. Innerhalb kurzer Zeit könnte ich dich töten. Und davor hast du doch Angst, nicht wahr? Du hast Angst, zu sterben." Richard seufzte und streckte seine Hand in ihre Richtung. ,,Ich mache dir ein Angebot. Du gibst mir deinen Zauberstab, aber dafür darfst du leben. Dieser Junge wird so oder so sterben. Warum riskierst du so viel für einen fremden Mann?" Amelie schaute in seine blauen Augen und ergriff ihren Zauberstab fester. ,,Du wirst ihn in Ruhe lassen", schrie sie. Richard schüttelte langsam den Kopf. Jetzt flogen alle Drachen auf einmal zu Markus. Ein wilder Eissturm umgab ihn nun. Er ging leicht nach oben und versuchte aufzustehen. Doch er war zu schwach, sodass er mit dem Kopf wieder auf Amelies Knie landete.
Amelie musste eingestehen, dass sie allein gegen Richard keine Chance hatte. Ein letztes mal schaute sie zu Lycas Sarg, während sich Tränen in ihren Augen bildeten. Sie stand auf und schwang ihren Zauberstab. Ein dichter Nebel umhüllten Markus und Amelie. Sie ließen Richard allein auf der