Die Eisdrachen

376 Words
Plötzlich stand Markus mitten in einem Kreis aus Feuer. Er konnte die Wärme spüren, die ihn umgab. Das Feuer breitete sich nach außen aus und rissen die Eisdrachen mit sich. Er war sich sicher, dass er sie besiegt hat. Doch die Drachen flogen erneut, dieses mal mit brennenden Flügeln, auf Markus zu. Sie schlugen wild mit ihren Flügeln, wobei einige Funken herunterflogen. Markus schloss wieder die Augen. Er konzentrierte sich dabei, bei Richard zu sein. Seine Füße wurden ihm unter dem Boden gerissen. Das Feuer erlosch. Es blieben nur noch brennende Funken seines Zaubers übrig. Während des Flugs verlor er den Halt und landete auf den Knien direkt vor Richard. Zwei Eisdrachen flogen neben Markus. Jeder von ihnen hob Markus an den Schultern. Er machte einen Schritt vorwärts und versuchte sich mit einer ruckartigen Bewegung zu befreien. Das ließen die Drachen nicht zu, denn sie bohrten ihre Krallen in seine Schulter. Die Frau mit der grünen Strähne wollte auf die Bühne rennen, doch der Mann mit den verwuschelten Haaren hielt sie am Arm fest. ,,Amelie, wir sollten hier verschwinden. Dieser Mann geht uns nichts an", sagte er zu dieser Frau. Sie riss sich los und rannte zu Markus. Die Kälte und der Regen schwächten ihn. Amelie stellte sich zwischen Markus und Richard. Richard konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. ,,Sehr mutig, junge Dame. Du weißt schon, dass ich bald hier das sagen habe." Er zeigte auf Lycas Sarg. ,,Denn sie hat es nicht mehr. Und dann sorge ich dafür, dass solche verdammten Hexen wie du durch die Hölle gehen werden." Er richtete seinen Zauberstab unter Amelies Kinn. Sie stand aufrecht da und schaute ihm tief in die Augen. ,,Und ich werde dafür sorgen, dass deine Regierung zwischen die Wölfe fällt." Richards Kopf lief dunkelrot an. Er schaute zu den Eisdrachen. ,,Wisst ihr was, bringt alle um, die noch hier sind! Auch die Hexen!" Der Regen wurde immer stärker. Der Wind stürmte tobend durch die dunkle Nacht und die Sterne, die einst so hell leuchteten, ließen ihr Licht ausgehen. Richard stand aufrecht mitten auf der Bühne. Sein Umhang wehte nach hinten und seine Kapuze fiel nach unten. Er hielt seinen Zauberstab fest in der Hand und malte mit einer schwungvollen Bewegung einen großen Kreis in der Luft.
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