Marina hob eine Augenbraue mit einer schneidenden Kälte, die Jessica das Blut in den Adern gefrieren ließ. Ihr Blick war nicht der einer betrogenen Ehefrau, sondern der einer Richterin, die bereits das Urteil gefällt hatte. „Du hast versucht, mich zu eliminieren...“, begann Marina, ihre Stimme war leise, fast ein Flüstern, doch sie trug die Schwere von flüssigem Blei. „Es wäre also nur gerecht, wenn ich dir dieses Geschenk mit Zinsen zurückgeben würde... nicht wahr, Jessica?“ Jessica, die spürte, wie ihr Herz gegen ihre Rippen hämmerte, zwang sich zu einer Haltung der Arroganz. Sie schlug ein Bein über das andere, eine Geste der vermeintlichen Dominanz, die ihre innere Unruhe nur mühsam verbarg. „Ich bestehe weiterhin auf meiner Meinung... es gibt keine Schuld zwischen uns, Marina. Du

